Am Schießstand der Chiemgau-Arena

Ruhpolding - Andi Birnbacher und Simon Schempp konnte der Trachtenverein D´Raschenberger Teisendorf bewundern, als sie zu Gast in der Chiemgau-Arena waren.

Einmal neben Andi Birnbacher und Simon Schempp – beides Größen des Deutschen Biathlon – am Schießstand in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding zu stehen und hautnah bei ihrem Training zuzuschauen, ein aufregendes Erlebnis für die vielen Biathlonfans aus dem Trachtenverein D’Raschenberger Teisendorf, die sich auf machten, die Chiemgau-Arena zu erkunden und anschließend einen heiter-aufregenden Nachmittag im Gasthaus Fritz am Sand zu erleben. Wie beliebt bei allen Altersgruppen der Biathlonsport und damit das Interesse am Stadion in Ruhpolding ist, zeigt die Teilnahme von Jung bist Alt an diesem Ausflug.

Gruppenfoto vor dem Schießstand in der Chiemgau-Arena.

Am Stadion erwartete die große Schar der Teisendorfer bereits Mona Gstatter, eine ehemalige Biathletin, die aus gesundheitlichen Gründen schon früh ihre Karriere beenden mußte. Trachtenvorstand Hans Hogger freute sich auf eine zu erwartende kompetente Führung durch Mona, die sozusagen aus ihrem Leben als Sportler erzählte und ihr großes Wissen über das Werden und Entstehen des Biathlonsportes, insbesondere hier in Ruhpolding und den nunmehr fertiggestellten Umbau der Arena weitergab. Dass es sich hier um einen idealen Platz für den Sport auf Schnee handelt, spürten die Teisendorfer schon an der Kälte, die am Fuße des Zirnberg durch die schattige Lage herrschte.

Über die Wintermonate produzieren die Schneekanonen ca 15 000 qm Schnee ausschließlich für das sogenannte Schneedepot. Dieser Schnee „übersommert“ unter Spezialabdeckung und mit einem relativ geringen Verlust bleiben etwa 11 000 qm übrig. Die Ruhpoldinger bringen damit meist ab Ende Oktober (je nach Temperatur) eine Loipe mit 2 bis 3 km Länge Naturschnee (einmalig weltweit) auf. „Wegen des Trinkwasserschutzes wird keine künstliche Kühlung oder Chemie verwendet.“ Darauf wies Mona ausdrücklich hin. „Das Training auf Schnee mit Schiern aber gibt mehr Gefühl, als das Laufen auf Inlinern oder Skirollern.“

In der Rekordzeit zwischen zwei Weltcupsaisonen erlebte das Stadion – außer dem Schießstand – 2010 einen kompletten Umbau. Somit ist man gerüstet für die Weltmeisterschaft vom 29. Februar bis 11. März kommenden Jahres. „Die Generalprobe beim Weltcup diesen Jahres brachte noch einige kleine Veränderungswünsche, die nun behoben für Sportler und Zuschauer keine Wünsche offen lassen“, so Mona.

Mit ihrem Beginn 1964 zählt das Stadion heute zu einem der modernsten Biathlonstadien der Welt. Ausgelegt ist die Chiemgau-Arena mit seinen fünf Sprungschanzen für die Bewerbe Langlauf, Skisprung, Biathlon und Kombination. Ausschließlich den Deutschen Sportlern vorbehalten ist das weltweit einmalige, 5 Meter breite Langlaufband im Rico-Groß-Gebäude, der auf modernstem Stand ausgebauten Trainingshalle. Das Langlaufband läßt sich auf alle maßgeblichen Strecken der Welt programmieren und auf einem riesigen Bildschirm sieht der Läufer während es Trainings bereits sich einschleichende Fehler und kann dies sofort korrigieren.

Der Zauberer Hans Scharrer zaubert mit den Kindern.

Mit Spannung fieberten die Teisendorfer auf die Möglichkeit des Schießens auf die Originalscheiben hin. „Liegend 4,5 cm und stehend 11,5 cm Durchmesser weist die Scheibe im Wettkampf der Biathleten bei einer Entfernung von 50 Metern auf und 15000 bis 16000 Zuschauer feuern bei den Wettkämpfen von den Rängen her an.“ Mona Gstatter und Alex Al Hamwi wiesen jeden Einzelnen Trachtler als Schützen in die Handhabung des Kleinkalibergewehrs ein und nicht wenige trafen liegend auf die Stehendscheibe (11,5 cm) fünf mal.

Für den restlichen Nachmittag in „Fritz am Sand“ gesellte sich der Alleinunterhalter und Zauberer Hans Scharrer zu den Trachtler und brachte in seiner unnachahmlich lockeren Art Spannung und Kurzweil in die Runde.

„Eine Brücke ist eingestürzt und um einen Schuldigen zu finden, stehen Stahl, Kies und Zement vor Gericht: Mich trifft keine Schuld, so der Stahl, ich habe meine vorgeschriebene Zugfestigkeit. Ich kann es ebenso nicht gewesen sein, meint der Kies, meine Körnung stimmte bis aufs genaueste. – Und ich kann es erst recht nicht gewesen sein, meinte der Zement, denn ich war gar nicht dabei.“ Mit Witzen und ganz besonders mit den nicht einmal aus nächster Nähe zu enttarnenden Zauberkunststücken für Jung und Alt verging der Nachmittag wie im Flug.

Rosi Fürmann

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Fürmann

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