Sanierung kostet 2,9 Millionen Euro!

Ruhpolding - Die energetische Sanierung der Ruhpoldinger Sporthalle wird voraussichtlich rund 2,9 Millionen Euro kosten. Auf die Gemeinde kommen über eine Million Euro zu!

In seiner jüngsten Sitzung genehmigte der Gemeinderat dafür den Finanzplan und beauftragte die Verwaltung, die öffentlichen Ausschreibungen für die erforderlichen Maßnahmen durchzuführen.

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Für die 1970 errichtete Dreifachsporthalle an der Grund- und Mittelschule steht dringend eine Generalsanierung an, sagte Benedikt Schausbreitner vom Bauamt eingangs der Beratungen zu diesem Thema. Neben der energetischen Sanierung muss die Halle den brandschutztechnischen und sicherheitstechnischen Anforderungen angepasst werden. Als wesentliche Maßnahmen nannte er neben der Dämmung der Decke und der Außenwände sowie den Einbau von neuen Fenstern mit Wärmeschutzverglasung auch die Verlegung der Lüftungszentrale. Zudem seien die Dachfläche und Lichtkuppeln teilweise undicht und nur mit einer sehr geringen Wärmedämmung ausgestattet. Da durch die neue Wärmedämmung mehr Schneelast auf der Dachfläche aufgebaut wird, sei auch eine statische Ertüchtigung der stählernen Dachkonstruktion erforderlich.

Ein wichtiger Bestandteil der Generalsanierung seien die erforderlichen Maßnahmen für den Brandschutz. Daher werde das gesamte Brandschutzkonzept mit der Sanierung neu abgestimmt und ausgearbeitet. Hierfür seien zusätzliche Rettungswege, die Abschottung von Brandabschnitten und der Einbau einer Brandmelde- und Notlichtanlage erforderlich. Im Rahmen der Sanierung soll die Beleuchtung der Halle, der Umkleiden und der Nebenräume auf energiesparende Leuchtmittel umgestellt und mit Präsenzmeldern ausgestattet werden. Da die Wasserversorgungsleitungen und Heizleitungen immer wieder Leckstellen ausweisen, sei auch hier eine Modernisierung unabdingbar. Weiter erklärte Schausbreitner, dass durch die Verlegung der Lüftungsanlage in das Dachgeschoss neben brandschutztechnischen Verbesserungen auch wieder zusätzliche Flächen für den Schulsportbetrieb geschaffen werden können.

Zur energetischen Sanierung würden von der Regierung von Oberbayern Fördermittel aus dem Investitionspaket 2009 bereit gestellt, für die Umbaumaßnahmen zum Brandschutz und für die weiteren Generalsanierungsmaßnahmen sei ein weiterer Antrag bei dieser Behörde notwendig, so Schausbreitner. Wegen neuer Auflagen habe der ursprüngliche Kostenansatz für die gesamten Maßnahmen um rund 800.000 Euro nach oben auf nunmehr 2,925 Millionen korrigiert werden müssen, wovon 2,712 Millionen Euro zuwendungsfähige Kosten seien. Auf den Gemeindehaushalt würden demnach 1,078 Millionen Euro entfallen. Nach seiner Einschätzung wäre ein Baubeginn bei Vorlage aller Genehmigungen Anfang Mai möglich.

Der Gemeinderat genehmigte nach diesen Ausführungen einstimmig den dafür vorgesehenen Finanzplan und beauftragte die Verwaltung, die öffentlichen Ausschreibungen für die erforderlichen Maßnahmen durchzuführen.

hbw/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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