Salz-Engpässe wurden zum Balance-Akt

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die winterlichen Straßenverhältnisse packten die Räumtrupps mit gewohnter Routine.

Traunstein - Die Winterdienst-Saison 2009/2010 kann trotz der vor kurzem noch recht „zapfigen“ Nächte wohl endgültig als beendet gelten.

Landrat Hermann Steinmaßl sieht auf jeden Fall den richtigen Zeitpunkt gekommen, allen Räumtrupps ein herzliches „Vergelts Gott“ zu übermitteln. „Alle eingesetzten Kräfte – egal, ob auf Autobahnen oder Bundes-, Staats- und Kreisstraßen - haben zuverlässig dafür gesorgt, dass unsere Straßen weitestgehend sicher waren und die Verkehrsteilnehmer ungefährdet von Schnee und Eis an ihr Ziel kommen konnten.“ Ein gut funktionierender Winterdienst sei auch ein wichtiger Garant für störungsfreie Transportwege, auf die die Betriebe dringend angewiesen seien.

Auch Peter Mayer, Leiter des Kreisbauhofs, ist froh, dass die kalte Jahreszeit vorbei ist. „Das Wetter selbst stellte uns hinsichtlich der Räum- und Streueinsätze vor keine unlösbaren Probleme. Viel stärker machten uns die ab Mitte Januar auftretenden extremen Lieferengpässe bei Streusalz mit einem totalen Lieferstopp ab Mitte Februar zu schaffen.“ Bereits Ende Januar habe der Kreisbauhof kein Salz mehr an die Gemeinden und das Staatliche Bauamt abgeben können. Die eigenen Fahrer und die beauftragten Unternehmer seien angewiesen worden, so wenig Salz wie nur irgend möglich zu streuen, um die schwindenden Vorräte noch ein wenig zu strecken. Mayer: „Der Balanceakt zwischen den praktisch leeren Lagerhallen und den Witterungsverhältnissen ist gelungen; die Verkehrssicherheit konnte zu jeder Zeit gewährleistet werden. Nie haben wir unseren Grundsatz ‚So viel wie nötig, so wenig wie möglich’ konsequenter umgesetzt als in dieser Winterdienstsaison.“

Sorge bereitete die zeitweise gähnende Leere in den Salzlagerhallen.

Auf dem 380 Kilometer messenden Kreisstraßennetz wurde an durchschnittlich 60 Tagen im nördlichen Teil des Landkreises und an 96 Tagen im südlichen Teil des Landkreises Traunstein Winterdienst geleistet. Die Winterdiensteinsätze begannen am 14. Oktober und dauerten bis 2. April, wobei es auch heuer wieder eine enge Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein gab.

Bereits während des Sommers waren in den Hallen und Silos des Landkreises Traunstein 3.570 Tonnen Streusalz eingelagert worden; zusätzlich wurden während des Winters 1.174 Tonnen Steinsalz geliefert. Die Kosten hierfür betrugen exakt 269.334,50 Euro. Insgesamt wurden 4.307 Tonnen Salz verbraucht, wovon 3.854 Tonnen Eigenverbrauch waren. Rund 453 Tonnen wurden bis zum Lieferstopp an die Gemeinden verkauft.

Zu den fünf kreiseigenen Fahrzeugen wurden noch 13 Fremdfahrzeuge für die Räum- und Streueinsätze eingesetzt. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich auf rund 685.000,00 €. Die 29 Mitarbeiter des Kreisbauhofs waren größtenteils Tag und Nacht, an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz bzw. in Rufbereitschaft. Allein über 1.800 Stunden Meldedienst wurden geleistet. Durchschnittlich erbrachte jeder Bauhofmitarbeiter 104 Überstunden während der Winterdienstsaison. Ingesamt wurden über 3.000 Überstunden geleistet.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser