Biathlon: Zum ersten Mal live dabei

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Marianne und Bruno freuen sich auf ereignisreiche Tage in Ruhpolding.

Ruhpolding - Für Marianne und Bruno ist es eine absolute Premiere: "Nicht vor dem Fernseher, da waren wir immer live dabei". Aber hautnah, vor Ort, im Stadion - das ist der Wahnsinn".

Die beiden 49-Jährigen aus Witten an der Ruhr freuen sich wie Schneekönige, endlich das Biathlon-Gänsehauterlebnis in der Chiemgau-Arena miterleben zu dürfen.

"Eine Wahnsinnsstimmung und natürlich deutsche Siege", kommt es wie aus der Pistole geschossen über Brunos Lippen, wenn die Frage nach den Erwartungen gestellt wird. Eine Woche Urlaub "opfern" die Beiden aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, um endlich wirklich live beim Sportereignis des Jahres in der Region dabei zu sein.

Schon zur Weltmeisterschaft im letzten Jahr wollten Marianne und Bruno in den Chiemgau reisen, bekamen aber keine Unterkunft mehr: "Wir waren einfach zu spät dran und dann halt am Fernsehschirm mit dabei", schmunzelt Bruno. Auch diesmal "fiel" es dem sportbegeisterten Duo - Bruno ist eingefleischter Bayern-Fan aus dem Ruhrpott - eigentlich zu spät ein, doch die Spontaenität zahlte sich aus: "Jetzt freuen wir uns umso mehr auf diese Tage und die Wettkämpfe hier in Ruhpolding".

Impressionen aus dem Biathlon-Mekka:

Ruhpolding: Impressionen aus dem Biathlon-Mekka

Einmal soll's auch zum Skifahren gehen, ansonsten ist die Zeit restlos für Biathlon reserviert, die Tickets für das Stadion am Schießstand werden bestens gehütet. "Wo geht's denn hier zur Bushaltestelle", fragt Bruno - es ist offensichtlich und 30 Jahre her, als die Wittener das letzte Mal hier waren.

Seine Begleiterin durfte derweil schon mal Biathlonluft schnuppern: Am Simulationsstand in der Hauptstraße gab sie fünf Schuss mit dem Luftgewehr ab - und traf dreimal aufgelegt, zweimal freihändig prompt alle Scheiben. Dafür gab's einmal "leichtes" Gold, welches nun vorne baumelt, während an den Rücken der beiden überdimensionale Hüte in den Deutschlandfarben hängen - von Stahlwerker Bruno selbst gebastelt: "Die halten alles auch, aus Regen, Schnee und Eis, die sind stahlwerkstauglich", weiß er. Er verwendete das Verpackungsmaterial für Elektroden - "das hält was aus", ist sich Bruno sicher und schon gespannt, was lauter ist: Sein Arbeitsplatz oder die prall fangefüllte Chiemgau-Arena. Er ist Lärm gewöhnt.

Ans Gewehr "traute" er sich nicht: "Wenn ich mich da blamier, hängt mir das ein Leben lang nach", lachte Bruno und entschwand mit seiner Marianne Richtung Biathlon-Loipen. Heute steht schließlich die Damen-Staffel auf dem Programm.

Hans-Joachim Bittner

Quelle: chiemgau24.de

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