Sonderausstellungen im Holzknechtmuseum

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Weihnachtsuhr um 1925

Ruhpolding - Im Rahmen des Ruhpoldinger Bergadvents öffent das Holzknechtmuseum seine Türen für eine Reihe von Sonderaustellungen.

Am 1./2. und 8./9. Dezember öffnet das Holzknechtmuseum Ruhpolding seine Türen zum 4. Ruhpoldinger Bergadvent. Neben Handwerk und Kunsthandwerk kann der Besucher auch kleine Sonderausstellungen betrachten. Unter dem diesjährigen Motto „Wir sagen euch an den lieben Advent…“ stehen Adventskalender im Mittelpunkt.

Eine Auswahl aus der Sammlung historischer Adventskalender von Dr. Esther Gajek bietet dabei einen Schwerpunkt.

„Wie oft müssen wir schlafen, damit wir die Geschenke bekommen?“ So fragen Kinder seit über 150 Jahren. Um 1850 entwickelte sich das Weihnachtsfest neben dem kirchlichen Hochfest auch zu einem Fest in den Bürgerstuben - mit der Bescherung unter dem Weihnachtsbaum als Höhepunkt. Die Erwartung der Jungen und Mädchen wuchs, der Bedarf für ein Zählinstrument zu diesem Anlass war geboren.

Zunächst bastelten Mütter und Väter mit 24 Kerzen, 24 Fähnchen oder einfach 24 Kreidestrichen auf der Zimmertür selbst Adventskalender. Anfang des 20. Jahrhunderts griffen Verlage die Idee einer Zählhilfe für die Adventstage auf. 1902 kam in Hamburg eine Adventsuhr heraus, 1904 in Stuttgart ein Ausschneidekalender.

Von 1941 bis 1944 erschienen sogar nationalsozialistische „Vorweihnachts-Kalender“, die für jeden Tag im Advent ideologisierte Lieder, Sprüche, Geschichten und Bilder bereithielten.

Gleich nach Kriegsende, 1945, wurden wieder Adventskalender gedruckt: im Westen Deutschlands genauso wie im Osten. Profane Motive – allen voran verschneite Häuser in abendlicher Stimmung – überwiegen bis heute, aber auch religiöse Motive finden sich im Angebot.

Christkindleins Haus um 1925

Ein weiterer Schwerpunkt sind die Adventskalender und Winterbilder, die Grundschüler aus dem Chiemgau in den letzten beiden Jahren für das Museum gebastelt haben. Die Bilder finden sich an vielen Plätzen in den Ausstellungsgebäuden des Museums. Angeleitet von ihren Lehrern entstanden die unterschiedlichsten Werke. Neben gemalten Bildern finden sich gebastelte Schachteln mit Inhalt, dreidimensionale Wandbilder oder aufgefädelte Tütchen. Abgerundet werden die Schülerarbeiten noch von verschiedenen Winter- und Adventsbildern, die die unterschiedliche Sichtweise der kleinen Künstler zeigen.

Als dritten Schwerpunkt kann der Museumsbesucher beim Bergadvent die fotografischen Arbeiten von Christl und Hans Sondermeier betrachten. Unter dem Titel „Winterimpressionen“ finden sich gekonnt in Szene gesetzte Zufälligkeiten am Wegesrand, die nur einem aufmerksamen Fotografen ins Auge stechen. Auch diese Fotos können sich zu einem besonderen Adventskalender fügen und laden den Betrachter zum Verweilen ein.

Öffnungszeiten: 1./2. und 8./9. Dezember 2012 jeweils von 11 bis 20 Uhr.

Pressemitteilung Holzknechtmuseum Ruhpolding

Quelle: chiemgau24.de

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