Drachenflieger stürzen in den Wald - Großeinsatz

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Ruhpolding - Dramatischer Zwischenfall am Unternberg: Dort sind am Sonntag zwei Drachenflieger zusammengestoßen und abgestürzt. Es gab einen großen Rettungseinsatz. *NEU: Bilder*

Am Sonntag, 20.07.2014 herrschte in Ruhpolding Jubelstimmung. Der Gautrachtenumzug mit ca. 8.000 Teilnehmern und ähnlich vielen Zuschauern verlief bei traumhaften Sommerwetter weitgehenst störungsfrei. Kurz vor ein Uhr mittags wurde die Bergwacht jedoch zu einem gestürzten Bergradler gerufen. Der mittelschwer verletzte Radler wurde durch die Bergwacht Ruhpolding versorgt und der klinischen Behandlung zugeführt.

Während des Einsatzes mit dem Bergradler erhielt die Leitstelle des Rettungsdienstes eine weitere Einsatzmeldung. Am Unternberg in Ruhpolding wären zwei Drachenflieger kollidiert. Anschließend seien beide aus einer geschätzten Höhe bis zu 500 Meter abgestürzt.

Zwei Drachenflieger zusammengestoßen

Polizei und Feuerwehr zogen daraufhin Kräfte aus der Verkehrsabsicherung am Gautrachtenfest ab. Die Bergwacht Ruhpolding alarmierte weitere Kräfte sowie die Bergwacht Inzell. Problematisch gestaltete sich der Einsatz deshalb, weil die Absturzstellen nicht genau bekannt waren. Daher wurden zur Absuche aus der Luft zwei Hubschrauber der österreichischen Flugrettung sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz gebracht.

Zeugen des Unfalls wurden weiter befragt, bis man die möglichen Absturzstellen eingrenzen konnte. Einer der Hubschrauber konnte dann einen der abgestürzten Drachen orten und einen Notarzt und Rettungssanitäter der Bergwacht an die Unglücksstelle abseilen.

Die dort aufgefundene Pilotin aus dem Großraum München wurde im schwierigen Gelände erstversorgt und mittels Hubschrauber ausgeflogen. Sie erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen und musste in ein Klinikum nach Salzburg geflogen werden. Der zweite Drachen war jedoch noch immer nicht aufgefunden. Erst nach weiterer Eingrenzung der möglichen Absturzstelle konnte der Drachen durch Bergwachtkräfte ausfindig gemacht werden.

Die Rettung des schwer verletzten Piloten, einen Mann aus Nordrhein-Westfalen, gestaltete sich jedoch sehr schwierig. Hinzu kam, dass aus Westen eine Gewitterfront aufzog und somit noch von einer erhöhten Gefährdung der Bergretter und des Patienten bestand. Zur Rettung musste der Mann zuerst an eine baumfreie Stelle abgeseilt und dann mittels Winde zum Hubschrauber gewincht werden. Nach dessen Abtransport in ein Klinikum wurden die noch am Berg zurückgebliebenen Bergretter und Polizeibergführer, teilweise schon mit stark böigen Wind, mittels Hubschrauber vom Berg geholt. Gerade noch rechtzeitig bevor Beginn des Gewitters.

Neben Kräften der Polizeiinspektion Ruhpolding waren die Feuerwehr Ruhpolding sowie die Bergwachten Ruhpolding, Inzell, Traunstein und die Technikgruppe Bergwacht im Einsatz.

Pressemeldung Polizei Ruhpolding

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Aktivnews

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