Bund verteilt Gelder für Wintersport im Chiemgau und BGL

Viel mehr Geld für Biathlon - Stillstand bei Eisschnelllauf und Bob

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Am Donnerstag im Ruhpoldinger Haus des Gastes, von links: Siegfried Walch (Landrat), Beate Lohmann (Leiterin der Sportabteilung im Innenministerium), MdB Stephan Mayer, MdB Peter Ramsauer und Claus Pichler (Bürgermeister von Ruhpolding).
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Ruhpolding - Die Wintersportstätten in der Region sind vom Geld des Bundes abhängig - aber wie viel bekommen Inzell, Ruhpolding, Bischofswiesen und Schönau? Die Gelder verteilen sich recht ungleich. 

"Ruhpolding kommt am besten weg, Probleme gibt es dagegen noch bei Inzell und am Königssee", fasste Bundestagsabgeordneter Peter Ramsauer es zusammen. Am Donnerstag, 9. Januar, traf er in Ruhpolding mit MdB Stephan Mayer und Beate Lohmann zusammen, die die Sportabteilung im Bundesinnenministerium leitet. Es ging um die Verteilung von Bundesgeldern für die heimischen Wintersportstätten und die Trainingsstättenförderung.

Doppelt so viel Geld für Biathlon-Standort Ruhpolding

Der Anteil für den Biathlon-Standort Ruhpolding wurde in etwa verdoppelt, 343.000 Euro bekommt das Trainingszentrum in der Chiemgau-Arena heuer. Die Höhe der Fördermittel für die Bob- und Rodelbahn in Schönau und für den Eisschnelllauf-Trainingsstützpunkt in Inzell treten dagegen auf der Stelle: 427.000 Euro gehen an den Königssee, 281.000 Euro nach Inzell. Bitter für Schönau: Die Gelder für die anderen Bob- und Rodelstützpunkte in Oberhof und Winterberg wurde über die vergangenen beiden Jahre teils verdoppelt. 

Damit es mehr Bundesmittel für den Eisschnelllauf-Trainingsstützpunkt in Inzell geben kann müsste die Halle laut MdB Stephan Mayer noch mehr von deutschen Kaderathleten genutzt werden. 

"Wir brauchen am Königssee eine möglichst effektive Nutzung. Und für mehr Trainingsstättenförderung für die Eishalle in Inzell müsste die Nutzungsdauer durch die deutschen Kaderathleten erhöht werden", erklärt Stephan Mayer aus Altötting. Der Bund ist insgesamt für 650 Sportstätten zuständig, "aber natürlich ist eine Biathlon-Anlage oder eine Bobbahn kosten- und energieintensiver als eine normale Turnhalle", so Mayer. 

Auch 300.000 Euro vom Bund für Schneekanone

Die Trainingsstättenförderung fürs Skizentrum Götschen (Ski Alpin/Freestyle/Ski Cross/Free-Ski) in Bischofswiesen sinkt sogar um 3.000 auf jetzt 148.000 Euro. Mehr gibt es dagegen fürs Skizentrum Jenner/Krautkaser bei Schönau: Voriges Jahr waren es 156.000 Euro Trainingsstättenförderung vom Bund, heuer sind 176.000 Euro zugesichert. Für die Kälbersteinschanze bei Bischofswiesen gibt es 56.000 Euro.

Doch Geld vom Bund gibt es zusätzlich auch für die weitere Ausstattung der Sportzentren: Für eine neue Beleuchtung und Überdachung der Bob- und Rodelbahn in Schönau fließen beispielsweise 1,3 Millionen Euro und die Skizentren im Berchtesgadener Land werden mit 300.000 Euro für eine Beschneiungsanlage sowie mit 500.000 Euro für einen Freestyle-Landing-Bag unterstützt. 

Peter Ramsauer versprach fürs Eisschnelllauf-Trainingszentrum Inzell sowie für die Bob- und Rodelbahn am Königssee noch nachzuverhandeln. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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