Gemeinderat Ruhpolding für Untersuchung

Große Windräder am Westernberg denkbar

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Ruhpolding - Die Gemeinde will sich dem Bau von Windrädern nicht grundsätzlich verschließen. Darum wurde nun für das Gebiet am Westernberg ein sogenannter Suchraum angemeldet.

Die Gemeinde will sich dem Bau von Windrädern nicht grundsätzlich verschließen. Darum beschloss das Kommunalparlament in seiner jüngsten Sitzung nach eingehender Beratung gegen eine Stimme, für das Gebiet am Westernberg einen sogenannten Suchraum für Windenergieanlagen anzumelden. Für das übrige Gemeindegebiet schloss das Gremium große Anlagen zur Energiegewinnung aus Wind aus.

Die Regierung von Oberbayern hatte die Kommune gebeten, geeignete Standorte für Windenergieanlagen zu prüfen. Der Regionale Planungsverband schließt Windkraftanlagen über 50 Meter Höhe im Voralpengebiet südlich der Autobahn aus touristischen Gründen aus.

Die Stromversorgung Ruhpolding und ein privater Investor hatten nun bei der Gemeinde angefragt, ob im Bereich der ehemaligen "Saliter Alm" am Westernberg zwei jeweils rund 150 Meter hohe Windräder aufgestellt werden dürften. Dort wird die durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf sechs Meter pro Sekunde geschätzt.

"Wenn wir alternative Energiequellen wollen, müssen wir auch Lösungen anbieten", sagte Bürgermeister Claus Pichler. Sepp Hohlweger von der Vereinigung Ruhpoldinger Bürger (VRB) meinte, dass die Windkraft für die Zukunft der Energieversorgungssicherheit ein wichtiger Beitrag sei. In der Errichtung von Windenergieanlagen sieht er "keine Gegenläufigkeit zum Tourismus".

Michael Mayer (SPD) appellierte ebenfalls, sich neuen Energien nicht zu verschließen. In Ruhpolding sieht er aber noch ein großes Potenzial zur Energiegewinnung aus Wasserkraft. CSU-Fraktionssprecher Hermann Feil gab zu erkennen, dass seine Fraktion für die Untersuchung des zur Diskussion stehenden Standorts sei. Manfred Haberlander (CSU) betonte aber, dass für die Errichtung von privaten Windrädern, die nicht der Bauordnung unterliegen, Grundlagen geschaffen werden müssen. "Es wäre ein touristischer Wahnsinn, wenn überall Windräder errichtet würden."

hbw/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © pa

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