Vertrag mit Laufzeit von zehn Jahren unterschrieben

Unternbergbahn kann weiter fahren

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Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler (rechts) und Roland Schnaitmann, Geschäftsführer der Rauschbergbahn GmbH, unterzeichneten gestern Vormittag den Pachtvertrag für die Unternberg-Sesselbahn.

Ruhpolding - Der Betrieb der Unternbergbahn ist für die nächsten zehn Jahre gesichert. Das garantiert ein Vertrag, der gestern unterzeichnet wurde:

Am gestrigen Freitag wurde ein Pachtvertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren zwischen der Rauschbergbahn GmbH und der Unternbergbahn GmbH & Co. KG unterzeichnet.

"Damit sind gute Voraussetzungen gegeben, dass die Unternbergbahn wirtschaftlicher arbeiten kann", sagte Bürgermeister Claus Pichler.

Die Sesselbahn, deren Besitzerin die Gemeinde ist, schreibt schon seit Jahren rote Zahlen (wir berichteten wiederholt). Darum war man um eine Lösung des finanziellen Problems bemüht.

Es wurde die Idee geboren, die Unternbergbahn an die Rauschbergbahn zu verpachten, um dadurch Synergieeffekte nutzen und somit Kosten sparen zu können.

Nach positiv verlaufenden Verhandlungen hatte nun der Gemeinderat in seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung mehrheitlich dem Pachtvertrag zugestimmt.

Dieser sieht eine Vertragslaufzeit ab 1. Januar 2013 für zehn Jahre vor. Für die Rauschbergbahn besteht eine schriftlich fixierte Betriebspflicht von vorerst fünf Jahren.

Der Pachtpreis beinhaltet die Übernahme der Erbpacht und Umsatzpacht aus dem Vertrag mit den Bayerischen Staatsforsten sowie die Nutzungsentschädigung für den genutzten landwirtschaftlichen Grund.

Einen wichtigen Eckpunkt der Vereinbarung stellt die Übernahme des Personals zu gleichen Bedingungen dar. Das Angebot für Gäste mit der "eXtra-Karte" wird weiterhin gelten.

Der Pachtvertrag verpflichtet den neuen Betreiber nicht zur Aufrechterhaltung des Skibetriebs im Bereich der Sesselbahn. Das Pachtverhältnis der Schlepplifte am Unternberg mit der Betriebs-GmbH ist davon nicht betroffen.

Vertragsinhalt ist auch, dass größere Investitionen mit der Gemeinde abgesprochen werden müssen. Auch der Gaststättenbetrieb wurde im Vertragswerk berücksichtigt. Demnach ist eine Verpachtung zu den gleichen Bedingungen wie bisher durch die Rauschbergbahn, vorerst bis Mitte 2013, vorgesehen.

Sichtlich froh zeigte sich Bürgermeister Pichler, dass der Vertrag nun unter Dach und Fach ist. Sein vorrangiger Beweggrund dafür sei gewesen, den hohen Aufwand an qualifiziertem Betriebspersonal zu bündeln.

Zugleich erinnerte er daran, dass die Unternbergbahn in letzter Zeit von der Gemeinde mit viel Geld auf den heute erforderlichen technischen Standard gebracht worden sei. Trotzdem sei die Kommune auch nach Abschluss des Pachtvertrages nicht völlig aus der Pflicht.

Zugleich signalisierte der Geschäftsführer der "Skibetriebe Unternberg Verwaltungs-GmbH", Herbert Fritzenwenger junior, dass der Skibetrieb im Bereich der Schlepplifte am dritten Adventswochenende wieder aufgenommen werden könne. Alle Vorbereitungen seien soweit abgeschlossen.

Hierzu erklärte der Rathauschef: "Einen Skibetrieb am Unternberg wird es zuverlässig nur mit Unterstützung vieler geben". Darum appelliere er, dass das Skigebiet und die Lifte möglichst viele Wintersportler in Anspruch nehmen, denn: "Vom Tourengehen allein kann man keinen Liftbetrieb aufrecht erhalten."

hbw/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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