Resultat ist zweitrangig

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Faire Gesten nach Spielschluss: Die Rathauschefs der beiden Nationen feiern einen gelungenen sportlichen Wettkampf, in dem das Ergebnis eher zweitranging war.

Traunstein - Mit den Worten der niederländischen Fußballlegende Johann Cruyff: "Wenn es keinen Fußball gäbe, ich würde ihn erfinden", hieß Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke am Samstag die Rathauschefs aus über 30 deutschen und österreichischen Städten im Rathaus willkommen.

Um 18 Uhr war Anpfiff im Triftstadion der Fußballvergleichskampf.

Nachdem die Musikkapelle Chieming die Hymnen Österreichs, Deutschlands und Bayerns abgespielt hatte, übergab noch vor dem Anstoß Stefan Zahnbrecher als Vertreter der örtlichen Sparkassen im Auftrag des Sparkassenverbandes Bayern dem deutschen Teamchef Joachim Schuster aus Neuenburg am Rhein (Baden Württemberg) einen Scheck in Höhe von 2000 Euro zugunsten des vor 22 Jahren gegründeten SOS-Kinderdorfes Ammersee-Lech. Damit nicht genug: Der Neuburger Bürgermeister Dr. Bernhard Gmehling , zugleich Spielführer, legte als Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Neuburg-Rain noch 1000 Euro drauf. Dann ging's bei gefühlten 25 Grad los. Die GastMannschaft war nur mit elf Mann angereist und musste verletzungs- und urlaubsbedingte Absagen verkraften. Deutsch-land dagegen konnte aus dem Vollen schöpfen und nahezu beliebig oft durchwechseln.

Sehr schnell sorgte die deutsche Mannschaft für klare Verhältnisse auf dem Platz. Das österreichische Team wurde von Beginn an attackiert und kam nur selten gefährlich vor das Tor von Norbert Swoboda (Lauterbach/Schwarzwald). Ganz anders erging es da dem österreichischen Keeper Gerhard Holzer (Ostermiething), der trotz einer prächtigen Leistung nach 90 Minuten die hohe Niederlage von 1:11 (0:4) Toren nicht verhindern konnte. In der Halbzeitpause befand der deutsche Kapitän: "Wir sind einseitig konditionell überlegen. Aber auch im Sport gilt: Wir müssen uns aushelfen - egal aus welchem Land wir kommen." Und so wechselte Carsten Lachenauer aus Unterreichenbach , der an dem Tag seinen Geburtstag feierte, kurzerhand ins Austria-Team, bald darauf folgte ihm Mannschaftsführer Dr. Gmehling.

Der guten Stimmung auf beiden Seiten tat die sportliche Klatsche indes keinen Abbruch. Und auch die Begeisterung unter den Zuschauern, darunter auch ein Fanclub aus Hochstadt (Pfalz), war ungebrochen. Während sich auf dem Spielfeld faire "Verabschiedungs- und Freundschaftsszenen" zwischen den Amtskollegen beider Länder abspielten, waren so manche jungen Autogrammjäger unterwegs, um von ihrem "Nationalmannschafts-Star" noch eine Unterschrift auf dem Mannschaftsbild zu erwischen. Die Bürgermeister nutzten anschließend abends den Ausklang des neunten Pfälzer Weinfests zum sportlichen und geschäftlichen Erfahrungsaustausch.

wz/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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