Rathausneubau wächst

Bergen - Der Neubau des Bergener Rathauses liegt im Zeitplan, die Arbeiten verliefen bislang unfallfrei und die Kosten bewegen sich im veranschlagten Rahmen.

Diese gute Nachricht überbrachte Bürgermeister Bernd Gietl in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.

Der Rohbau für das neue Bergener Rathaus ist nahezu fertig gestellt, das Richtfest wurde bereits gefeiert, und erst nach Verlegung der letzten Dachschindel fing es zu schneien an, berichtete Michael Perla vom Planungsbüro Haumann & Fuchs zum Beginn der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend. Er kündigte noch für heuer den Einbau der Alu-Fenster an, berichtete über die gegenwärtige Planung und Gestaltung des neuen Sitzungssaales, der die Zuschauer noch besser einbinden werde, und kündigte die baldige Ausschreibung weiterer Gewerke für den Innenausbau an.

Anschließend stellte Architekt Thomas Bachmayer den Bauentwurf für den Neubau der Kinderkrippe neben dem Gemeindekindergarten vor, der mit Bürgermeister, Architekt und der Kindergartenleitung bereits abgesprochen wurde. Der Verbindungsbau zwischen Kindergarten und Kinderkrippe werde aus Glas sein. Das Gebäude der Kinderkrippe umfasse einen ausgebauten Keller und wird ebenerdig sein. Baubeginn soll im Frühjahr sein. Zudem werde die Kinderkrippe einen Spielbereich im Freien erhalten, so der Architekt.

Das Gremium sprach sich mehrheitlich mit zwölf gegen zwei Stimmen für den Bauentwurf des Architekten aus. Christian Buchner und Hans-Jörg Schürf, beide von der Überparteilichen Wählergruppe Bergen-Bernhaupten-Holzhausen (ÜW), stimmten dagegen, da nach ihrer Meinung im Erdgeschoss zum Dach hin eine Zimmerdecke eingezogen werden sollte, für einen eventuellen Ausbau des Dachgeschosses.

Zugestimmt wurde der Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet Anger II". Diesen Änderungsantrag hatte die Firma Envento Windenergie GmbH gestellt, die auf ihrem Gelände zur Kreisstraße hin eine Windkraftanlage mir einer maximalen Höhe von zehn Meter einschließlich der Rotorblätter bereits errichtet hat.

Abgelehnt wurde die Voranfrage zur Errichtung einer Holzlege am Sonnleitenweg 7 wegen des Standorts, der nach Meinung der Räte dort nicht geeignet sei. Zum beantragten Bau einer Zisterne meinte der Gemeinderat, hier müssen noch Gespräche mit dem Antragsteller geführt werden wegen Klärung der Größe und des Umfangs der Zisterne. Zur Voranfrage auf Terrassierung der Böschung entlang des Sonnleitenwegs 7 erteilte das Gemeindegremium sein Einvernehmen.

Mauer nicht satzungsgemäß

Abgelehnt wurde eine Voranfrage zur Einfriedung des Anwesens "Am Irlacher Winkel 6". Die Antragsteller haben vor, dort eine Mauer mit einer Höhe von 1,50 Meter zu errichten. Diese Höhe entspricht nicht der Satzung, so die Begründung zur Ablehnung.

Gemeindegeschäftsführer Andreas Schultes verlas den Beteiligungsbericht der Gemeinde an der Bergener Hochfellnseilbahn GmbH und der Bergener Hochfellnseilbahn GmbH & Co KG für die Jahre 2011 und 2012.

Bürgermeister Gietl gab einen Kurzbericht über die Info-Veranstaltung im Festsaal Bergen zur Errichtung einer Fotovoltaikanlage durch den Landkreis Traunstein auf der ehemaligen Deponie Enthal ab (wir berichteten). Gietl sagte, er hätte den Eindruck gewonnen, dass die anwesenden Personen dazu eine positive Einstellung haben. Nach seinen Worten muss sich nun der Landkreis als Grundbesitzer der Deponie entscheiden, wie es weitergehen soll. Gietl sagte, nach positiver Entscheidung des Landkreises müsste dann dieser an die Gemeinde Bergen den Antrag auf Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplanes stellen. Des Weiteren müsse auch abgewartet werden, ob der Landkreis der Gemeinde eine Beteiligung anbieten würde, über die der Gemeinderat dann zu entscheiden habe.

oh/Chiemgau Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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