100 Prozent Strom aus Wasserkraft für Traunstein

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Traunstein - Vertragsabschluss mit der Salzburg AG erfolgreich – Traunstein erreicht ab 1. Januar Klimaschutzziele des Landkreises

Einen Vertrag von enormer Tragweite für die Energieversorgung der Stadt Traunstein hat Oberbürgermeister Manfred Kösterke in der Unternehmenszentrale der Salzburg AG unterzeichnet und damit die Energiewende in der Großen Kreisstadt eingeleitet. Durch die Zusammenarbeit mit der Salzburg AG können die Stadtwerke Traunstein den Strombedarf der mehr als 12.000 Haushalte in ihrem Versorgungsbereich ab 1. Januar 2011 komplett aus Wasserkraft decken. Wenn der neue Liefervertrag zum Jahreswechsel in Kraft tritt, erreicht die Stadt Traunstein als erste Kommune im Landkreis Traunstein das Klimaschutzziel, die Stromversorgung zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen. „Mit der Wasserkraft setzen wir auf einen sauberen, sicheren und immer verfügbaren Energieträger und noch dazu auf eine Erzeugungsart, die auch landschaftlich zu unserer Region passt“, machte der Oberbürgermeister deutlich.

12.000 Haushalte in der Stadt Traunstein werden ab 1. Januar mit Strom aus 100 Prozent Wasserkraft versorgt. Die Liefervereinbarung mit der Salzburg AG unterzeichneten Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Vorstandssprecher Arno Gasteiger in der Unternehmenszentrale in Salzburg. Ausgehandelt wurde der Vertrag von den Geschäftsführern der Stadtwerke Traunstein, Josef Loscar (stehend) und Stefan Will (rechts).

Wer als Privat- oder Gewerbekunde die Vorteile des neuen Strommodells nutzen möchte, braucht nichts weiter zu tun, als zu den Stadtwerken zu wechseln bzw. auf die automatische Umstellung seines bestehenden Stromvertrags zu warten. Für die Verbraucher ist der Wechsel auf die Wasserkraft nicht mit höheren Strompreisen verbunden. „Sonst hätten wir diesen Schritt nicht gemacht“, betonten die Geschäftsführer der Stadtwerke Traunstein, Stefan Will und Josef Loscar, nach der Vertragsunterzeichnung. Was die neue Liefervereinbarung für Traunstein bedeutet, verdeutlichten sie mit folgendem Vergleich: Um innerhalb eines Jahres die gleiche Strommenge aus erneuerbaren Energien vor Ort zu erzeugen, müssten im Stadtgebiet 10 Windräder mit jeweils 3 Megawatt Leistung aufgestellt werden. „Wir haben eine wesentlich elegantere Lösung gefunden, die keine negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild zur Folge hat“, sagten die Stadtwerke-Geschäftsführer über den erfolgreichen Vertragsabschluss mit der Salzburg AG.

Ermöglicht wird die umwelt- und verbraucherfreundliche Energiewende durch die Zusage der Salzburg AG, jährlich 60 Millionen Kilowattstunden Strom aus Wasserkraft an die Stadtwerke zu liefern. In dem Vertragsabschluss mit den Traunsteiner Stadtwerken sieht der Vorstandssprecher der Salzburg AG Dr. Arno Gasteiger ein ausgezeichnetes Beispiel für erfolgreiche Wirtschaftspolitik auf regionaler Ebene: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in der Region noch viel mehr über Staats- und Landesgrenzen hinweggehen müssen – und das in allen Bereichen von der Kultur- bis hin zur Wirtschaftspolitik.“ Er freue sich daher über die Nachricht, dass inzwischen auch die EuRegio auf die Energie-Allianz zwischen Salzburg und Traunstein aufmerksam geworden ist und das Projekt ihren Mitgliedern als „Best Practice“-Beispiel empfehlen möchte.

In Salzburg und Oberösterreich hat die Salzburg AG rund 250.000 Kunden und erzielte im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Im Bereich der Stromversorgung setzt das Unternehmen zu fast 100 Prozent auf heimische, erneuerbare und umweltfreundliche Energien mit einem Schwerpunkt auf Wasserkraft. Wie ihren österreichischen Endkunden im Privat-, Gewerbe- und Industriebereich, garantiert die Salzburg AG auch den Kunden der Traunsteiner Stadtwerke, dass die Liefermenge ohne Atomenergie erzeugt wurde. Das bestätigt auch die unabhängige Regulierungsbehörde E-Control in ihrem ganz aktuell am 15. Oktober vorgestellten „Stromkennzeichnungsbericht 2010“.

In dem Liefervertrag mit den Stadtwerken gehen die Salzburger sogar noch einen Schritt weiter und garantieren, dass der ins deutsche Netz eingespeiste Strom zu 100 Prozent aus heimischer Wasserkraft produziert wird. Der Strom, den die Stadtwerke bisher an der Strombörse einkaufen, hat nur einen Anteil von 28 Prozent erneuerbarer Energien. Der Rest kommt aus Atomkraftwerken und fossilen Energieträgern wie Braunkohle und Erdgas. Im Vergleich zum konventionellen Strom sparen die Kunden der Stadtwerke ab 1. Januar 2011 erhebliche Mengen CO2 ein – nach Berechnungen der Stadtwerke pro Jahr rund 25.000 Tonnen – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Pressemeldung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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