Umweltverband fordert Lkw-Sperre für B304

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Landkreis - Der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA) fordert jetzt eine Sperrung der B304 für den Lkw-Transitverkehr. Doch der Vorschlag stößt nicht überall auf Gegenliebe.

Der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung hat sich jetzt zum Ziel gesetzt, eine Sperrung der B304 für den Lkw-Transitverkehr zu erreichen. Grund dafür sei zum einen der "immerwährend zunehmende Lkw-Verkehr auf der Bundesstraße und die bevorstehende Pkw-Mauteinführung", so Reinhold Schopf, zweiter Vorsitzender UVA-Trostberg.

Durch die Sperrung könne man mit geringem Aufwand eine spürbare Entlastung der Anwohner an der gesamten Strecke realisieren. Aus diesem Grund schrieb der UVA jetzt 215 Kommunalpolitiker, sowie Bundes- und Kreistagsmitglieder an. Allerdings nicht mit dem gewünschten Erfolg: Dr. Peter Ramsauer antwortete dem Umweltverband, dass er die Überlegungen nicht nachvollziehen könne. Er forderte in seinem Schreiben den UVA hingegen dazu auf, "die Klage gegen den Aubergtunnel zurückzuziehen, um den Baubeginn zu ermöglichen". Auch die Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler lehnte den Vorschlag des Umweltschutzverbandes ab. "Eine Sperrung für den Lkw-Maut-Ausweichverkehr auf der B304 halte ich nicht für eine Lösung." Einerseits sei die Überwachung der Sperrung kompliziert und andererseits sei es keine Lösung für ähnliche Probleme durch Ausweichverkehre in ganz Deutschlang, so Kofler in ihrem Schreiben. Ihr Einsatz gelte daher den Ortsumfahrungen in Altenmarkt und Obing, "die eine wirkungsvolle Maßnahme sind, um die Anwohner vom Verkehr zu entlasten". Ebenfalls ein "Nein" kam von der SPD, der Gemeinde Altenmarkt und vom ÖDP-Kreisverband Traunstein zum Vorschlag.

Uneingeschränkt Positiv stünden hingegen die Bürgermeister aus Steinhöring und Kirchseeon, sowie deren Gemeinderäte zum Vorhaben, so Schopf. "Die Bürgermeister aus Traunreut, Trostberg, Palling, Obing und Herr Steiner haben bisher noch nicht reagiert." Man sei zugegebenermaßen überrascht von diesem Ergebnis. "Dort, wo angeblich der Leidensdruck am größten ist, erfahren wir quasi keine Unterstützung." Der Umweltschutzverband wolle daher jetzt mit der Unterstützung aus Steinhöring und Kirchseeon das Vorhaben weiter vorantreiben.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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