Ostafrika: Malteser verteilen Nahrungsmi​ttel

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Mit einem ersten Hilfskonvoi haben die Malteser Grundnahrungsmittel für rund 17.000 Menschen in die Region Marsabit im Nordosten Kenias gebracht und über mehrere Gesundheitszentren Reis, Bohnen, Öl und Trinkwasser an hungernde Menschen verteilt.

Traunstein/Marsabit - Mit einem ersten Hilfskonvoi haben die Malteser Grundnahrungsmittel für rund 17.000 Menschen in die Region Marsabit im Nordosten Kenias gebracht.

In Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern der Diözese Marsabit verteilten die Malteser dort Hilfsgüter in vier Dörfern über die dortigen Gesundheitszentren. "Es hat in dieser ländlich geprägten wüstenartigen Region schon sehr lange nicht mehr geregnet und die Auswirkungen sind besonders schlimm", berichtet Malteser Nothilfe-Koordinatorin Ute Kirch. Dazu kommen immer mehr Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien, die Hilfe im benachbarten Kenia suchen. "Die Menschen im Nordosten Kenias leben traditionell von der Viehzucht, doch die Weidegründe sind ausgetrocknet, ihr Vieh stirbt, sie haben keine Nahrungsmittel mehr und die Vorräte sind aufgebraucht.“
Die Bewohner suchen Zuflucht in den, von den Maltesern unterstützten Gesundheitszentren in den Dörfern Segel, Kargi, Laisamis und Sakardala und lassen sich registrieren, berichtete Kirch weiter. Fast jedes dritte Kind leidet massiv Hunger und ist krank. "In Laisamis sind nach Angaben des örtlichen Krankenhauses bereits mehrere unterernährte Kinder gestorben", so Kirch. Jede Familie hat zunächst zwölf Kilogramm Reis, sechs Kilogramm Bohnen und zwei Liter Öl erhalten. Das ist die Ration für einen Monat. Zudem wird Trinkwasser verteilt. Weitere Verteilungen für die nächsten Wochen und Monate sind in Vorbereitung. Kinder, schwangere Frauen und alte Menschen seien besonders geschwächt und anfällig. Deshalb erhalten sie zusätzlich proteinreiche Zusatznahrung und Eisenpräparate.

In Laisamis haben die Malteser Lebensmittel an fast 700 Familien - das sind rund 2.700 Menschen - verteilt, darunter viele mangelernährte Kinder, schwangere Mütter und stillende Frauen sowie ältere und kranke Menschen." In Segel erhielten auch 50 Viehzüchter-Haushalte und damit mehr als 200 Menschen Hilfe; sie waren aus einer anderen Region nach Segel gekommen, da es in ihrer Region keine Nahrung mehr für das Vieh gab. Auch in den Dörfern Kargi und Sakardala ist der Bedarf groß und auf Grundlage der Registrierungen werden die Malteser die Verteilungen in den kommenden Tagen ausweiten.

Die Kreisgliederung Traunstein der Malteser unterstützt die Hilfe von Malteser International und sammelt Spenden für die Nothilfe in Kenia. Die Hilfsbereitschaft ist groß: Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“, ein Zusammenschluss von zwölf Hilfsorganisationen, dem auch die Malteser angehören, hat in Deutschland bislang elf Millionen Euro an Spenden erhalten. Auf dem Spendenkonto der Traunsteiner Malteser sind weit mehr als 10.000 Euro für die Ostafrika-Hilfe eingegangen.

Doch weitere Spenden sind dringend nötig, um den rund zwölf Millionen hungernden Menschen helfen zu können. „Wenn wir erreichen wollen, dass möglichst viele Menschen sich bald wieder selbst ernähren und dass sie ihre Lebensgrundlagen besser vor der nächsten Dürre schützen können, brauchen wir noch mehr finanzielle Unterstützung“, appelliert Peter Volk, Dienststellenleiter der Malteser.

Spenden werden erbeten auf: Malteser Hilfsdienst e.V., Traunstein, Stichwort: Ostafrika, Spendenkonto 890 33 44, Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost, BLZ 710 900 00.

Pressemitteilung Malteser Hilfsdienst e.V. - Dienststelle Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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