Aus dem Kreistag

So geht es weiter mit dem ÖPNV-Konzept

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Landkreis Traunstein - Der Kreistag hat sich am Freitag erneut mit dem Thema "ÖPNV-Gesamtkonzept" für den Landkreis Traunstein beschäftigt. Was das Gremium entschieden hat:

Seit fast drei Jahren beschäftigt das ÖPNV-Gesamtkonzept nun schon die politischen Gremien des Landkreises Traunstein. Das zunächst erarbeitete Rahmen- und Zielkonzept stieß aber nicht auf Gegenliebe. Daher wurde zwischenzeitlich mit Stephan Kroll ein Gutachter beauftragt, die ausreichende Verkehrsbedienung für das Gebiet des Landkreises zu definieren und hierauf aufbauend kurzfristige, schnell umsetzbare Maßnahmen vorzuschlagen.

 "Ein erster Erfolg ist das 'Chiemgau-Tagesticket', dass von allen Buslinienverkehrsunternehmen und der Südostbayernbahn seit Beginn des Jahres angeboten wird", erklärte Walch bei der Sitzung des Kreistages. Für 12 Euro könne man nun alle Buslinien im Landkreis Traunstein, sowie die Bahnstrecken der Südostbayernbahn im Landkreis, nutzen.

Der Landrat stellte aber auch klar: "Der Landkreis Traunstein ist ein Flächenlandkreis. Die Erschließung durch den Öffentlichen Personennahverkehr kann deshalb niemals so optimal sein, wie in großstädtischen Regionen." Man könne nicht erwarten, dass man zu jeder Zeit von A nach B mit öffentlichen Verkehrsmitteln komme. "Ich glaube, dass wir mit dem ÖPNV-Konzept und der Festlegung der 'ausreichenden Bedienung' auf einem guten und richtigen Weg sind den ÖPNV im Landkreis zusammen mit den Verkehrsunternehmen Schritt für Schritt weiter zu entwickeln und wieder ein Stück voran zu bringen", so Walch.

Anschließend stellte Stephan Kroll die Eckpunkte des ÖPNV-Konzepts vor. In erster Linie sei zunächst zu unterscheiden zwischen Hauptquellorten (Orte mit mindestens 750 Einwohnern), Nebenquellorten (Orte mit 200 bis 750 Einwohnern) und Orten mit weniger als 200 Einwohnern, für die - nach den Anforderungen des Bayerischen ÖPNV-Gesetzes - keine Bedienung verlangt ist. Als Hauptziel im Landkreis soll die Kreisstadt Traunstein gelten. "Dabei muss gewährleistet sein, dass man von den Hauptquellorten bis 7 Uhr Früh in Traunstein ankommen kann, um so rechtzeitig zur Arbeit zu kommen oder seinen Anschluss zu erwischen." Zudem müssen Verbindungen zwischen Hauptquellorten und Hauptziel möglichst umsteigefrei sein, wenn keine systemische Abstimmung und Vermarktung der Linie besteht.

Mit großer Mehrheit entschied sich der Kreistag dafür:

  • vom Sachstand des ÖPNV-Gesamtkonzeptes, inklusive des vorgeschlagenen Maßnahmenkatalogs, zustimmend Kenntnis zu nehmen
  • die vom ÖPNV-Gesamtkonzept definierte "ausreichende Bedienung" für den allgemeinen Öffentlichen Personennahverkehr festzustellen
  • den vom Gutachter erstellten Maßnahmenkatalog zur Umsetzung und weiteren Beratung dem Ausschuss für Landkreisentwicklung und Verkehrsfragen zuzuweisen

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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