"s' Herz in der Lederhos'n" erntet viel Applaus

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Nußdorf - Mit ihrem Lustspiel hat das Nußdorfer Theater die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert. Noch dieses Wochenende (20.-22. April) ist das Stück zu sehen.

Einen unterhaltsamen, die Lachmuskeln strapazierenden Theaterabend erlebten die Zuschauer der Premiere des Lustspiels „s`Herz in der Lederhos`n“, das die Theatergruppe des Trachtenvereins im Bürger- und Vereinsheim präsentierte. Die Darstellergruppe und die Spielleiter Andreas Haberlander und Hanni Gasteiger wurden für die vergnüglichen Theaterstunden mit viel Applaus belohnt.

Eine silberne Haarnadel unbekannter Herkunft, ein lieb geschriebener Brief, der kein Liebesbrief ist, aber als solcher verstanden werden könnte und ein Busserl aus Dankbarkeit das zum Seitensprung hochstilisiert wird – all das bringt die Ordnung auf den Feichtnerhof gehörig durcheinander. Plötzlich kriselt es in der 40 Jahre währenden und bislang harmonischen Ehe von Mariandl (gespielt von Anni Gnadl) und Vinzenz (Anderl Osenstätter), Austragsleut` auf dem Feichtnerhof. Mariandl findet den Haarschmuck unter der Bettdecke und ist sich sicher, dass dieser nur einer Nebenbuhlerin gehören kann. Als Mariandl ihren Mann in flagranti ertappt, wie ihm von der Magd Gundl (Rosa Hylak) ein Busserl auf die Wange gedrückt wird, ist das für sie ohne Zweifel Ehebruch in Vollendung. Dabei war das Busserl nur der Dank dafür, dass Vinzenz für die Magd ein gutes Wort einlegen will, damit sie Fabian (Stefan Huber), Vinzenz Enkel heiraten darf. Doch auch Vinzenz packt die Eifersucht und er spricht Mariandl die eheliche Treue ab, als er einen, an seine Frau adressierten Brief mit amourösen Worten findet: „So lange schon bin ich nicht mehr auf deinem Schoß gesessen…“ Jedoch stammt dieser nicht von einem jungen Liebhaber, sondern vom ehemaligen Pflegesohn Karl (Martin Zimmermann), an den sich Vinzenz vor lauter Aufregung nicht mehr erinnert. Dabei will Karl nur Liesl (Monika Osenstätter), seine Braut vorstellen. Die Eifersucht treibt seltsame Blüten und die Missverständnisse schaukeln sich mehr und mehr auf. Illustere Feriengäste wie der Amtsrichter Dr. Schaub (Josef Schauer), seine redselige Gattin Luise (Christine Czogalla) und der Rechtsanwalt Dr. Schneider (Toni Wimmer) stiften mit ihren seltsamen Eigenheiten noch mehr Verwirrung und zugleich mehr Schwung in die Turbulenzen des Ehekrachs. Auch Anderl, der Dorfadvokat (Franz Schützinger) bringt durch Beratung der streitenden Parteien, keine Klarheit in den Disput der Eheleute. Nach vielen haarsträubenden Aktionen, mit denen Mariandl und Vinzenz dem Partner eins auswischen wollen, der wortwörtlichen Trennung von Tisch und Bett und einer Kiste, in der der vermeintliche Nebenbuhler gefangen und kurzerhand per Bahn verschickt wird, kommt es letztlich doch noch zur Versöhnung und zu einem guten Ende.

Die insgesamt gute und solide Leistung der Darstellergruppe bildet die Grundlage für den Erfolg des Lustspiels aus der Feder von Maximilian Vitus. Die Darsteller spielten ihre Rollen ausnahmslos mit Leidenschaft und großem Engagement. Besonders gewürdigt werden dürfen die Hauptdarsteller Anderl Osenstätter und Anni Gnadl, die ihr großes Pensum an Einsätzen routiniert und bravourös bewältigen und Auslöser vieler Lacher sind. Quirlig und pfiffig, ihre Rollen authentisch umsetzend, erspielten sich Rosa Hylak, Stefan Huber und Christine Czogalla die Gunst des Publikums. Von Franz Schützinger perfekt in Szene gesetzt wurde der Dorfadvokat Anderl. Die Jüngsten der Spielergruppe - Martin Zimmermann und Monika Osenstätter – erfreuten mit selbstbewusstem und verlässlichem Spiel, ebenso wie Toni Wimmer und Josef Schauer, die Neulinge auf der Bühne des Trachtenvereins. Tatkräftig unterstützt wurde die Darstellergruppe von Johanna Schauer als Souffleuse, Bühnenbildner Ernst Rachl und Sabine Gnadl, die für passende Frisuren und Schminke sorgte.

Wer „s´Herz in der Lederhos`n“ und damit ungetrübte Theaterfreuden nicht versäumen möchte, hat dazu noch drei Mal Gelegenheit. Das Stück wird am Freitag (20. April) und am Samstag (21. April) jeweils um 20 Uhr im Bürger- und Vereinsheim Nußdorf gespielt. Die letzte Gelegenheit sich an dem Lustspiel in drei Akten zu erfreuen ist am Sonntag (22. April) um 18 Uhr. Kartenreservierung bei Viktoria Schützinger, Telefon 08669-78063. Restkarten an der Abendkasse.

Pressemitteilung Theater Nußdorf

Quelle: chiemgau24.de

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