260 Oldtimer beim Bulldogtreffen

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Nußdorf - Zahlreiche Oldtimer-Traktoren aus den letzten acht Jahrzehnten bestimmten am Sonntag beim Bulldogtreffen das Ortsbild.

Zum neunten Mal veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr das Treffen betagter Traktoren und Schlepper und mit mehr als 260 Bulldog-Raritäten wurde ein neuer Teilnehmerrekord erzielt. Von weither kamen die Fans alter Traktoren und Schlepper. Manche machten sich mit ihren Prachtexemplaren auf eine teilweise mehrstündige Fahrt, um beim Treffen in Nußdorf dabei zu sein.

Den weitesten Weg nahm Wolfgang Obermeier aus Pfaffing bei Wasserburg auf sich. Er tuckerte mit einem 51 Jahre alten Eicher mit 28 PS mehr als 50 Kilometer zum Oldtimertreffen und erhielt dafür den Weitpreis. Mit dabei waren aber auch Oldtimerbesitzer aus Waldkraiburg, Babensham, Surheim, Oberwössen und Amerang, die mehr als 30 bzw. 40 Kilometer Fahrstrecke zurücklegten.

Bulldogtreffen in Nußdorf (1)

Einige der ausgestellten Traktoren waren mehr als 70 Jahre alt. Das ältesten Gefährte präsentierte Alfons Helminger aus Taching am See, der einen Kramer, Baujahr 1936 mit 16 PS vorführte und Franz Wiesholler aus Chieming, der mit einem Fendt-Dieselross (18 PS), Baujahr 1938, nach Nußdorf kam.

Für viele Bulldogvereine, wie dem Verein „Ziag o“ aus St. Georgen, den Bulldog- und Oldtimerfreunden aus Grabenstätt, Teisendorf und Kammer-Rettenbach oder dem „Eicher-Geschwader“ aus Hart war die Teilnahme am Treffen Pflichttermin und Vergnügen zugleich. Sie ratterten und knatterten mit ihren Prachtexemplaren in langen Konvois nach Nußdorf.

Bulldogtreffen in Nußdorf (2)

Den Meistpreis überreichte Andreas Götzinger, Vorsitzender des Freiwilligen Feuerwehr an den „Bulldogverein Kammer-Remboch“, die mit einer Abordnung von 34 alten Bulldogs ihre Aufwartung machten. Auf dem Dorfplatz rund um das Bürger- und Vereinsheim und am Parkplatz an der Pfarrkirche wurden die historischen Fahrzeuge aufgereiht. Dort konnten die herausgeputzten und stolz präsentierten Raritäten besichtigt werden.

Mehrere Hundert Zuschauer standen an der Hauptstraße, als sich die Chauffeure mit ihren Raritäten zur Rundfahrt durch das Dorf aufmachten. Bei vielen wurden Erinnerungen an frühere Zeiten geweckt, als die landwirtschaftlichen Zugmaschinen namens Kögel, Eicher, Hanomag, Schlüter, Fendt und Röhr nach und nach die Arbeiten der Landwirte erleichterten. Natürlich wurde auch kräftig gefachsimpelt und mit vereinten Kräften angeschoben, wenn eine der Bulldog-Raritäten nicht anspringen wollte.

Bulldogtreffen in Nußdorf (3)

Großes Interesse weckte der Leistungsprüfstand, an dem die Besitzer die KW-Leistung ihrer Gefährte überprüfen konnten. Nicht minder begeistert waren die Zuschauer vom Wertungsziehen, bei dem die Bulldogfahrer versuchten mit ihren Fahrzeugen, einen 14- bis 40-Tonnen schweren Lastwagen eine Anhöhe hinauf zu ziehen. Sieger in den einzelnen PS-Klassen wurde, wer das rollende Gewicht im Schlepptau über die längste Strecke den Berg hinauf bewegte.

kaf

Quelle: chiemgau24.de

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