In Nußdorf ging der „Pfingstl“ um

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Die Buam des Trachtenvereins führten den Pfingstl durch das Dorf und baten um eine kleine Spende für die Jugendarbeit.

Nußdorf - Das „Pfingstl gehen“, einen alten Pfingstbrauch, ließ der Trachtenverein wieder aufleben.

Ein von Kopf bis Fuß in Buchenzweigen eingebundener junger Bursche wurde von Begleitern von Haus zu Haus durch das Dorf geführt. An den Haustüren wurde ein Pfingstspruch mit guten Wünschen aufgesagt und dafür erhielten der Pfingstl und seine Begleitergruppe eine Belohnung in Form von Naturalien oder Geld. „Da Pfingstl, da Pfingstl, da Pfingstl is do, a Schüssel voll Küacherl gibt`s überall ob“, mit diesem Vers baten die Buam des Trachtenverein, die dem Pfingstl an Stricken ziehend den Weg durch die Straßen wiesen, um eine kleine Spende für die Jugendarbeit. Unüberhörbar ist der „Laubmann“, „Maimann“ oder „grüne Georg“, wie der Pfingstl auch genannt wird, durch eine laute Glocke, die ihm um die Hüften gebunden wird.

Mehr als 30 Jahre ist es her, dass der Pfingstl zuletzt durch Nußdorf ging und so wussten viele nicht, was es mit dem laubgeschmückten Mann auf sich hat. Der alte Brauch hat seinen Ursprung in der germanischen oder keltischen Zeit. Der Pfingstl verkörpert die Fruchtbarkeit und symbolisiert den Sieg des Sommers über den Winter. Wenn er mit Wasser übergossen wird und die Erde befruchtet hat, wird die Vegetation von Wiederauferstehen und neuem Leben erfüllt. Der Winter, die tote Zeit, ist besiegt!

pv

Quelle: chiemgau24.de

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