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300 Besucher beim Peterlfeuer in Nußdorf

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Nußdorf - Von einem einzigartig schönen und lauen Sommerabend angelockt kamen heuer mehr als 300 Besucher zur traditionellen Petersfeier, so viele wie schon seit Jahren nicht mehr.

Auf der Wiesenfläche neben der Pfarrkirche St. Laurentius lud die Dorfjugend zur Brauchtumsfeier am Gedenktag der Apostel Petrus und Paulus ein. Im Mittelpunkt stand das Entzünden des Peterlfeuers, das kurz nach Sonnenuntergang entzündet wurde und vor allem die Kinder in den Bann zog. Sie beobachteten gespannt, wie der „Peterl“, die Strohpumpe an der Spitze des hoch aufgerichteten Holzhaufens in Flammen aufging.

Das Feuer brannte in kürzester Zeit mächtig auf und die Flammen flackerten meterhoch in den Nachthimmel. Die Besucher versammelten sich zunächst in respektvollem Abstand um das Feuer und rückten immer näher, je mehr es nieder brannte. Bis weit in die Nacht wurde im „Weber-Stadel“ gefeiert, wo die Kranzbinder allerhand Köstliches zum Essen und erfrischende Getränke anboten. In der kleinen Bar wurde in froher Runde so manche Anekdote früherer Petersfeiern aus der Erinnerung geholt und erzählt. Oder die Nußdorfer saßen am Feuer zusammen, erfreuten sich an der herrlichen Sommernacht und vergnügten sich bei einem gemütlichen Ratsch.

Übrigens: Das Peterlfeuer gehört zu den ältesten Brauchtumsveranstaltungen in Nußdorf. Es ist – wie viele kultische Feuerbräuche in den letzten Junitagen - als Sonnwendfeuer zu werten, das am Fest der beiden Märtyrer-Apostel Petrus und Paulus abgebrannt wird. Weshalb eine Strohpuppe verbrannt wird, darüber gibt es verschiedene Deutungen. So soll es böse Geister und feindliche Naturmächte vertreiben. Andere Erklärungen sprechen davon, dass damit ein vorchristlicher Ritus bewahrt und christlich-biblisch umgedeutet wurde. Es könnte aber auch sein, dass mit dem Peterlfeuer um besonderes Wachstum der Natur und Segen angehalten wird.

Der Wendepunkt des Jahres und der Sommerbeginn am 21. Juni vereinigen eine Reihe alter Glaubensvorstellungen auf sich. Feuerbräuche sind dabei ein weit verbreitetes Brauchtum. Sie wurden mit Heiligen verbunden, deren Gedenktage in diese Zeit fallen, wie Vitus am 15., Johannes am 24. oder Peter und Paul am 29. Juni.

Peter Volk

Quelle: chiemgau24.de

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