Im Notfall schnell und sicher handeln

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„Keine Angst vor Erster Hilfe!“ Unter diesem Motto stellt der Traunsteiner BRK-Kreisverband anlässlich des Internationalen Tages der Ersten Hilfe sein vielfältiges Ausbildungsprogramm vor. Ob in Kindergärten, Schulen oder Erste-Hilfe-Kursen für Erwachsene – immer steht im Mittelpunkt, den Teilnehmern die Scheu zu nehmen, im Notfall zu helfen.

Traunstein - Das Bayerische Rote Kreuz bietet vielfältige Erste-Hilfe-Kurse an. Großer Beliebtheit erfreut sich auch die "Erste Hilfe am Kind".

Ein Erlebnis, das die 17-jährige Bettina aus Übersee nicht vergisst: Nach einem Unfall mit ihrem Roller lag sie verletzt auf der Straße und keiner half ihr. Dabei wäre jeder Autofahrer, der vorbeigefahren ist, verpflichtet gewesen, dem Mädchen beizustehen Doch viele haben Angst, etwas falsch zu machen und hoffen, dass andere helfen – und genau gegen diese Einstellung kämpft die Arbeitsgemeinschaft Erste Hilfe, zu der das Bayerische Rote Kreuz (BRK) gehört. Vor 11 Jahren hat sie den „Internationalen Tag der Ersten Hilfe“ ins Leben gerufen, der an diesem Samstag stattfindet. Anlass für den Traunsteiner BRK-Kreisverband, an sein umfangreiches Ausbildungsprogramm zur Ersten Hilfe zu erinnern.

Über 4600 Teilnehmer nutzen jährlich das vielfältige Angebot des Traunsteiner BRK-Kreisverbandes. Pflichtkurs für den Erwerb des Führerscheins sind die „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“. Kerninhalte sind hier das Absichern der Unfallstelle, Helmabnahme und die Versorgung von Notfallpatienten.

Sehr viel umfangreicher sind die Erste- Hilfe-Kurse, mit über 2000 Anmeldungen beim Traunsteiner BRK-Kreisverband am beliebtesten sind. Hier lernen die Teilnehmer vor allem die Scheu zu verlieren, lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen. Zum Kursinhalt gehört der Umgang mit Wunden und deren Versorgung, bedrohliche Blutungen, Schock, Knochenbrüche, Verbrennungen, Vergiftungen, Unterkühlung und Erfrierung.

Viele Spezialkurse

Daneben bietet der Traunsteiner BRK-Kreisverband mit seinen fast 80 Ausbildern viele Spezialkurse an, wie etwa für Arztpraxen, Apotheken, Firmen und Forstbetriebe. Um das Hobby sicherer zu machen, gibt es daneben Kurse für Motorradfahrer, Wandergruppen und Mountainbike-Fahrer.

Über 300 Großeltern und Betreuer wählen die „Erste Hilfe am Kind“. Hier demonstrieren die Ausbilder, wie man mit Säuglingen, Klein- und Schulkindern im Notfall umgeht und wie Erwachsene unnötige Gefahren mit den Kleinen vermeiden können. Gerlinde Kraus aus Freilassing, die sich viel um ihre Enkeltochter kümmert, war nach dem Kurs im Traunsteiner BRK-Zentrum begeistert. „Jetzt fühl ich mich viel sicherer bei dem Gedanken die Kleine könnte sich verletzten“, meint sie. „Ich glaub, jetzt gerat' ich nicht gleich in Panik, wenn sie hinfällt oder sich verbrennt. Ich habe vieles von dem was ich heute gehört habe, nicht gewusst.“

Auch für Kinder gibt es Kurse, die die Erste Hilfe spielerisch nahe bringen. BRK-Ausbilder besuchen viele Kindergärten und Schulen und demonstrieren hier, wie man mit Notruf, Verbänden und stabiler Seitenlage umgeht.

Juristische Konsequenzen

Alle BRK-Kurse haben eins gemeinsam: den Teilnehmern die Scheu zu nehmen, im Notfall aktiv zu werden. „Bei der Ersten Hilfe gibt es nur einen Fehler, den man machen kann“, erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer, „und zwar gar nichts tun!“ Andererseits könne jeder wegen unterlassener Hilfeleistung in Bedrängnis geraten.

Informationen über das BRK-Ausbildungsprogramm gibt es am BRK-Informationsstand auf der Truna sowie auf der Internetseite des Traunsteiner BRK-Kreisverbandes www.brk-traunstein.de und unter der Telefonnummer 0861 / 98973-0.

Pressemeldung  Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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