Nun "von Kopf bis Fuß" heimatnah versorgt

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Dr. Mario Carvi y Nievas (links) ist Chefarzt der neuen Hauptabteilung für Neurochirurgie im Klinikum Traunstein. Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Rupert Ketterl, begrüßte ihn im Namen aller Kollegen.

Traunstein - Am 1. April ist im Klinikum die Abteilung für Neurochirurgie eröffnet worden. Der neue Chefarzt Dr. Mario Carvi y Nievas kam mit reichlich Erfahrung aus Frankfurt.

In den vergangenen 17 Jahren war er in einer Leitungsposition in der Neurochirurgischen Abteilung des Klinikums Frankfurt-Höchst angestellt, in dem jährlich etwa 1200 operative Eingriffe aus dem gesamten neurochirurgischen Spektrum durchgeführt wurden.

Die Bedeutung der Hauptabteilung besteht seinen Worten zufolge darin, dass Patienten künftig von "Kopf bis Fuß" in der Region versorgt werden können und nicht weit weg verlegt werden müssen. Dadurch reißt der wichtige enge Kontakt mit ihren Angehörigen nicht ab. Ferner sieht er einen Vorteil darin, dass im Klinikum Traunstein von den Kollegen notwendige Teilbehandlungen vorgenommen und zusätzliche Meinungen zu Krankheitsbildern eingeholt werden können.

Der Kooperationsgeist innerhalb des Klinikums sei sehr gut, so dass eine gute Versorgungsstruktur sowie eine koordinierte Therapie angeboten werden könnten. Diese umfasse beispielsweise sowohl die operative Hirnversorgung in Zusammenarbeit mit der Neurologischen Abteilung und der Schlaganfallstation als auch die Versorgung von traumatischen Verletzungen in Kooperation mit der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie.

Seit fast 30 Jahren setzt sich Dr. Carvi y Nievas für eine menschliche und einfühlsame Betreuung von neurochirurgischen Patienten ein. In seinem Heimatland Argentinien hat er 1987 seine erste Facharztausbildung abgeschlossen und ist danach als wissenschaftlicher Stipendiat der Argentinischen Akademie für Neurochirurgie (AANC) nach Deutschland gekommen.

Zuerst hat er zwei Jahre als Assistenzarzt in der Neurochirurgischen Klinik der Universität Frankfurt am Main gearbeitet. Im Rahmen eines Stipendiums wechselte er 1989 nach Detroit (USA) und arbeitete 18 Monate im Henry Ford Hospital.

Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück und begann 1990 in der Heinrich-Heine Universitätsklinik in Düsseldorf als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Dort schloss er auch seine Promotionsarbeit ab. Anfang 1993 wurde das Klinikum Frankfurt-Höchst sein Arbeitgeber. In Hessen legte er die Facharztprüfung ab. Seine Habilitationsschrift "Fortschritte in der Diagnose und chirurgischen Therapie der nicht traumatischen intrakraniellen Blutungen" hat er der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main vorgelegt. 2006 erhielt er die Anerkennung als Privatdozent.

bjr/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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