Kösterke: "Zurück zur Nächstenliebe!"

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Traunstein - Die Stadt und die Kirchengemeinden haben am Freitagabend zum Neujahrsempfang geladen. Oberbürgermeister Manfred Kösterke rief in seiner Rede zu mehr Menschlichkeit auf.

Abwechselnd laden die Kirchengemeinden und die Stadt Traunstein seit mehr als 20 Jahren zum traditionellen Neujahrsempfang ein. In diesem Jahr war wieder die Stadt der Gastgeber. Im Rathaus begrüßte Oberbürgermeister Manfred Kösterke am Freitagabend viele Vertreter aus der Politik, von Kirchen, Verbänden und Vereinen. Zuvor wurde der Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Oswald besucht.

Eindrücke vom Neujahrsempfang

Eindrücke vom Neujahrsempfang in Traunstein

In seiner Neujahrsansprache legte der Bürgermeister Wert darauf, die Wichtigkeit des "Miteinanders" zu betonen. "Wir brauchen eine Kultur des Verzichts, wo nicht jeder gleich haben muss, was ihm weiterhilft", so Kösterke. "Die Taten des Einzelnen haben immer Auswirkungen auf die Allgemeinheit - mal schneller, mal langsamer. Wir müssen wieder zu dem Gedanken zurück, der uns schon seit 2000 Jahren vor Augen geführt wird - hin zur Nächstenliebe."

Auch zu der Affäre um Bundespräsident Christian Wulff äußerte sich der Bürgermeister. "Es hat sich ein unsachlicher Streit zwischen den Medien und dem Politiker entwickelt. Auf beiden Seiten war es nur wichtig, Einzelinteressen durchzusetzen. Gemeinnutz sollte vor Eigennutz kommen - und zwar immer", sagte Kösterke.

Zwei Schüler der Musikschule Traunstein sorgten am Klavier für die musikalische Umrahmung des Abends. Nach einer Lesung von Willi Schwenkmeier aus den Kleinstadtgeschichten von Ludwig Thoma präsentierte der Filmclub Traunstein einen Streifzug durch das vergangene Jahr 2011. Bei einem Imbiss tauschten sich die Gäste dann über die Geschehnisse im alten Jahr und den Ausblick auf das aktuelle Jahr aus.

redch24

Quelle: chiemgau24.de

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