Neues Rathaus: Planungsauftrag vergeben

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Bergen - Eine erste Entscheidung ist gefallen: Für das neue Rathaus wurde jetzt der Planungsauftrag vergeben. Kritik kam indes von der Grünen-Fraktion!

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Vier Architekturbüros haben sich um die Planung für das neue Bergener Rathaus beworben. Die Räte entschieden sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit zwölf bei vier Gegenstimmen für das Ingenieurbüro Haumann und Fuchs aus Traunstein. Die vier Modelle dazu waren im Rathaus zwei Wochen lang öffentlich ausgestellt.

Zu Beginn der Sitzung stellte die Fraktion der Grünen durch ihre Sprecherin Maria Kraus-Osenstetter den Antrag zur Tagesordnung, dass noch keine Beschlussfassung über die Vergabe erfolgen sollte. Sie sagte, auf Grund der vorliegenden Unterlagen sehen sich die Grünen nicht in der Lage, darüber jetzt abzustimmen, welches Architektenbüro den Auftrag bekommen soll. Weiter hieß es, die eingereichten Vorlagen der vier Bewerber seien in verschiedenen Bereichen nicht erschöpfend dargestellt und dadurch auch nicht vergleichbar. So seien die Aussagen zum Energiekonzept zu allgemein. "Das Energiekonzept ist für uns eine der wichtigsten Angelegenheit", sagte Kraus-Osenstetter und verwies auf die neue Gebäude-Richtlinie aus dem Jahr 2010, die Behörden auffordert, bei Errichtung kommunaler Gebäude eine Vorbildfunktion in der Anwendung regenerativer Energien auszuüben. Deshalb stimmen die vier Räte der Grünen dagegen, betonte sie.

Mit Rat und Tat zur Seite gestanden

Bürgermeister Bernd Gietl bemerkte, das neue Rathaus werde energetisch den aktuellen und gesetzlichen Anforderungen sicherlich entsprechen, erneuerbarer Energien werden als Heizträger verwendet und informierte, dass Kreisbaumeisterin Mechthild Herrmann in den Planungen und Gesprächen stets mit eingebunden war und mit Rat und Tat zur Seite stand.

Gietl sprach sich für die Zusammenstellung eines Gremiums oder Ausschusses aus, der sich mit dem Neubau des Rathauses dann eingehend beschäftigen werde und forderte die Gruppierungen im Gemeinderat auf, Personen dafür bald möglichst zu benennen. Gietl sagte, im September 2013 sollte das neue Rathaus fertiggestellt sein.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Antrag des Tierschutzvereins Traunstein und Umgebung zur Änderung der Kostenabrechnung für Fundtiere. Das Gremium sprach sich dafür aus, 50 Cent pro Einwohner bei insgesamt 4912 Bürgern, das sind 2456 Euro jährlich, ab dem Jahr 2012 mit einschließlich 2014 zu zahlen.

Der Gemeinderat beschloss, den auslaufenden Konzessionsvertrag für die Ortsteile Eßbaum, Hilzing und anderer wieder mit dem bisherigen Stromversorger Vogling- und Angrenzer, Höpfling 2, neu abzuschließen.

Mehrheitlich zugestimmt wurde dem Antrag auf finanzielle Förderung in Höhe von 2200 Euro zur Voruntersuchung des denkmalgeschützten Anwesens "Am Wagnerhof 7" in Bergen. Bei dieser Voruntersuchung in Form eines Gutachtens wird festgestellt, was denkmalschützerisch und erhaltungswert sei. Des Weiteren können die Antragsteller noch Fördermittel des Bezirkes Oberbayern, des Denkmalschutzes und des Landratsamtes Traunstein erwarten, hieß es am Ratstisch.

oh/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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