Neues Angebot: Schulbegleitung

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Armin Haupt und Maria Helminger vom Malteser-Fachdienst Schulbegleitung im Bezirk Ost-Oberbayern beraten Eltern und Lehrkräfte, damit sich Kinder mit der richtigen Förderung an der richtigen Schule wohl fühlen.

Landkreis - Malteser und Diakonie setzen sich gemeinsam für Menschen mit Behinderung in der Region ein. Jetzt kann auch das Angebot der Schulbegleitung beantragt werden.

Der Malteser-Schulbegleitdienst steht seit Anfang Juli unter fachkundiger Leitung von Armin Haupt und Maria Helminger. Der Sozialpädagoge und die Erzieherin sind damit für alle Landkreise zwischen Freising und Berchtesgadener Land kompetente Ansprechpartner für Eltern, Schulen und Kostenträger zu allen Fragen rund um die Begleitung von Kindern mit Behinderung in Schule und Kindergarten.

In den Landkreisen Altötting und Traunstein ergänzt das Angebot der Malteser die umfangreichen individuellen Schulbegleitungen durch den eingetragenen Verein Diakonisches Werk Traunstein. Dessen Offene Behindertenarbeit ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung den Schulbesuch an allen bestehenden Schultypen. Zudem erfolgen bei Bedarf weitere differenzierte Hilfen und Therapien durch Fachstellen.

Die beiden Pädagogen des Malteser-Schulbegleitdienstes legen besonderen Wert darauf, bei allen Überlegungen das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen, damit diese sich in der richtigen Schule mit der richtigen Förderung bestmöglich entfalten können. "Nicht alle Kinder sind gleich und niemand muss sich schämen für sein Kind", betont Haupt. Er ergänzt: "Auch wenn das Kind eine gewählte Schule zunächst alleine besucht und sich dann herausstellt, dass es doch eine individuelle Begleitung braucht, muss niemand das Gefühl haben, versagt zu haben".

Anträge auf Schulbegleitung können grundsätzlich jederzeit gestellt werden, sobald der Bedarf festgestellt wird. "Wenn ein Kind etwa im Kindergarten auch ohne Begleitung gut zurecht kam, können sich beispielsweise nach dem Wechsel in die Schule Probleme einstellen, die dann eine Schulbegleitung erfordern", weiß Helminger aus eigener Erfahrung. Genauso könne eine Schulbegleitung irgendwann nicht mehr nötig sein, wenn das Kind genügend Unterstützung erfahren hat, um in Zukunft den Alltag alleine zu bewältigen.

In den ersten Wochen ihrer Tätigkeit bei den Maltesern erreichten Haupt und Helminger bereits zahlreiche Anfragen, vor allem auch aus den Landkreisen Freising und Rosenheim. Aus seinen Gesprächen mit Eltern weiß Haupt: "Viele Eltern sind sich zunächst nicht im Klaren darüber, ob sie selbst jemanden mit der Schulbegleitung beauftragen möchten oder dies einer Organisation wie den Maltesern überlassen wollen." In diesem Fall übernehmen die Malteser alle Pflichten eines Arbeitgebers, sorgen für Vertretung im Krankheitsfall und erledigen die Abrechnung mit dem Kostenträger.

Auch wenn eine Familie bereits eine geeignete Person für die Schulbegleitung im Auge habe, könne in der Regel eine Anstellung über die Malteser erfolgen. "Damit vermeidet man einen möglichen Rollenkonflikt, wenn man nicht plötzlich für Bekannte den Arbeitgeber spielen muss", gibt Haupt zu bedenken.

Den Antrag auf Übernahme der Kosten für einen Schulbegleiter müssen die Eltern selbst stellen, sollten aber gegebenenfalls bereits im Antrag vermerken, welche Organisation mit der Durchführung der Schulbegleitung beauftragt werden soll. Der zuständige Kostenträger ist bei geistiger oder körperlicher Behinderung derzeit der Bezirk Oberbayern, bei seelischer Behinderung das örtliche Jugendamt.

Die Fachstelle für Schulbegleitung der Malteser ist am besten unter inklusion.ost-oberbayern@malteser.org zu erreichen. Unter Telefon 0861/986600 ist einer der beiden Pädagogen in der Regel dienstags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs von 8 bis 14 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr in der Bezirksgeschäftsstelle Traunstein für Eltern, Lehrkräfte und Bewerber zu sprechen. Der Schulbegleitende Dienst der Diakonie ist unter Telefon 0176-16001904 in der Salzburger Straße 39, Traunreut, zu erreichen. Ansprechpartner ist Heilpädagoge Thomas Müller.

Pressemeldung Malteser Hilfsdienst

Quelle: chiemgau24.de

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