Neuer Vorstand bei der Feuerwehr

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Andreas Götzinger und Martin Zimmermann jun. sind die neuen Vereinsvorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Nußdorf. Götzinger (2.vo.re.) wurde zum 1. Vorsitzenden und Zimmermann (rechts) zum Stellvertreter gewählt. Martin Hofbauer (links), der bisherige 1. Vorsitzende, trat nicht mehr zur Wahl an. Zur Wiederwahl gratulierte 1. Kommandant Willi Müller (2.vo.li.).

Nußdorf - Die Freiwillige Feuerwehr in Nußdorf hat eine neue Vorstandschaft. Bei der Jahreshauptversammlung wurden Andreas Götzinger und Martin Zimmermann zu den neuen Vorsitzenden gewählt.

Andreas Götzinger und Martin Zimmermann treten die Nachfolge von Martin Hofbauer und Nils Israel an, die sich nicht mehr zur Verfügung stellten. Neu in die Vorstandschaft berufen wurde Michael Hofbauer als stellvertretender Kassier. Auf allen weiteren Vorstandsposten gab es keine personellen Veränderungen: Einstimmig wiedergewählt wurden Markus Stöger als 1. Kassier, Hans Parzinger als 3. Kassier und Günther Parzinger als Schriftführer. Die Fahnenabordnung besteht aus Fähnrich Helmut Knurr und den Fahnenbegleitern Andreas Niedermaier und Wolfgang Stöger. Die Vereinskasse wird von Bürgermeister Hans Gnadl und Berthold Tögel geprüft. 

Die aktive Mannschaft bestätigte Martin Hofbauer als stellvertretenden Kommandant. Nach Ablauf der bisher sechsjährigen Amtszeit war die turnusgemäße Wahl erforderlich. Alle 47 an der Wahl teilnehmenden aktiven Dienstleistenden stimmten für Hofbauer, der in den letzten drei Jahren auch das Amt des 1. Vorsitzenden des Feuerwehrvereins inne hatte. In dieser Funktion blickte er in seinem Bericht auf das Vereinsjahr zurück. Höhepunkte waren der Vereinsauflug nach Berchtesgaden mit Besuch der Dokumentation am Obersalzberg und der Lokwelt in Freilassing. Eine deutlich weitere Reise einer Vereinsabordnung zusammen mit Bürgermeister Hans Gnadl führte nach Odzaci in Serbien.

An die serbische Gemeinde wurde das ausgemusterte Löschgruppenfahrzeug verschenkt. Mit einer Einladung der Nußdorfer Abordnung nach Odzaci bedankte sich die serbische Gemeinde für die Fahrzeugspende. Hofbauer berichtete beeindruckt von der dreitägigen Visite und versicherte, dass das ehemalige Nußdorfer Feuerwehrauto dort dringend notwendig ist und überaus wertvolle Dienste leistet. Eine kleine Vereinsabordnung nahm am Gründungsfest der Feuerwehr Engelsberg teil. Hofbauer hätte sich hierfür mehr teilnehmende Mitglieder gewünscht. Traditionell am Florianitag wurde die Gedenkmesse für die verstorbenen Vereinsmitglieder begangen. Erfolgreich waren die zwei, gut besuchten Schafkopfrennen. Beteiligt hat sich der Feuerwehrverein an allen kirchlichen Festen und Vereinsveranstaltungen, insbesondere durch tatkräftige Mitarbeit am gemeinsamen Weinfest der Ortsvereine. Hofbauer bedauerte, dass das für 2011 geplante Nußdorfer Bulldogtreffen wegen organisatorischen und terminlichen Problemen nicht stattfinden konnte. In diesem Jahr wird es am 8. Juli ausgerichtet.

Über den Stand der Vereinsfinanzen informierte 1. Kassier Markus Stöger. Im Jahresverlauf konnte ein erfreulicher Überschuss erzielt werden. Der Verein steht somit auf einer guten finanziellen Basis.

1. Kommandant Willi Müller berichtete von 26 Einsätzen, zu denen die Aktiven ausrücken mussten. Bei 20 Alarmen handelte es sich um technische Hilfeleistungen, unter anderem zur Menschenrettung bei Verkehrsunfällen. Sechs Mal gab es Feueralarm, die übrigen Einsätze betrafen Sicherheitswachen und die Verkehrslenkung bei Veranstaltungen. Größter Einsatz des letzten Jahres war der Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Wang. Müller würdigte die engagierte und hervorragende Arbeit der 40 Aktiven, die zusammen mit weiteren 100 Feuerwehrmännern aus den umliegenden Wehren ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern konnten. Auch Brandleider Sepp Steiner jun. lobte den beherzten und umfassenden Einsatz der Feuerwehr, der für seine Familie eine überaus große Hilfe gewesen sei.

Der Kommandant berichtete zudem von mehr als 45 Übungen und Fortbildungsveranstaltungen und von den verschiedenen Fachausbildungen, vom Truppmann bis zum Atemschutzträger, die von den Aktiven erfolgreich abgeschlossen wurden. Müller freute sich über die erfolgreiche Leistungsprüfung „Löschen“, die von 15 Aktiven bestanden wurde. Für die Jugendfeuerwehr war der Kreisjugendfeuerwehrtag in Obing der Höhepunkt des Jahres. Ein gemischtes Team von Anwärtern aus Nußdorf und Vachendorf siegte beim Spielewettbewerb. Erfolgreich waren die Jugendlichen auch beim Wissenstest. Die letzte Aktion der Jugendgruppe ist alljährlich die Entgegennahme des Friedenslichts aus Bethlehem in Tittmoning. Die jungen Feuerwehrler bringen es von dort alljährlich in die Gemeinde Nußdorf.

Bürgermeister Hans Gnadl würdigte in seinem Grußwort den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrler und dankte für die stete Einsatzbereitschaft sowie für Ausdauer und Eifer, der aufgewendet wird, um Menschen in Not zu helfen. Kritik äußerte der Rathauschef - auch in seiner Funktion als Kreisbrandrat - zum Stand der aktiven Mannschaft. Die Ausrückstärke sei besonders tagsüber an Werktagen sehr problematisch. Gnadl forderte die Führungsriege auf intensiv für Nachwuchs zu werben und insbesondere Mädchen und Frauen in den aktiven Feuerwehrdienst aufzunehmen. Frauen kategorisch für den Feuerwehrdienst auszuschließen, sei nicht mehr hinnehmbar. „Die Zeichen der Zeit müssen erkannt und es muss danach gehandelt werden,“ so Gnadl. Auch an die bestehende aktive Mannschaft appellierte Gnadl sich für Einsätze zu wappnen. Stetiges Üben und fortwährende Ausbildung seien unabdingbar notwendig, um eine verlässliche und routinierte Truppe zu sein.

Mit einer Ehrenurkunde und dem Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Anton Wimmer geehrt. Die vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann verliehene Auszeichnung überreichte Kreisbrandrat Hans Gnadl und würdigte Wimmers langjähriges Engagement im aktiven Dienst.

Zum Abschluss der Versammlung übergab der scheidende Vorsitzender Martin Hofbauer das Wort an den neugewählten Vereinschef Andreas Götzinger. Er gab einen Ausblick auf die Vereinsaktivitäten des Jahres. Erste Veranstaltung wird das Schafkopfrennen am Samstag, 25. Februar sein, das für die Wertung zum „Gemeindekönig“ zählt. Der Patronatstag der Feuerwehren in St. Florian in München-Riem am 4. Mai wird vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein ausgerichtet. Die Nußdorfer werden mit einer großen Abordnung daran teilnehmen. Die örtliche Gedenkfeier wird deshalb ausfallen. Das 9. Nußdorfer Bulldogtreffen wird am 8. Juli stattfinden.

Volk

Quelle: chiemgau24.de

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