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Weniger Komasäufer im Landkreis

Traunstein - Laut der aktuellen Landesstatistik ist die Zahl der jugendlichen Komasäufer im Landkreis deutlich zurückgegangen. Doch das Rausch-Trinken bleibt auch weiter ein Problem.

Alkohol bis zum Abwinken: Das Rausch-Trinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. Im Landkreis Traunstein ging die Zahl jugendlicher "Komasäufer" allerdings zurück. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 46 Jugendliche in der Altersgruppe der zehn bis unter 20-Jährigen mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 45,2 Prozent ab. Insgesamt mussten im Landkreis 22 Mädchen und 24 Jungen in einer Klinik behandelt werden.

"Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist eine langfristig positive Entwicklung", sagt Michael Schneider von der DAK-Gesundheit Traunstein. "Seit dem Jahr 2001 hatten die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region um 155,6 Prozent zugenommen." Auch landesweit gab es in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg. 2012 landeten beispielsweise 5566 bayerische Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Jungen war mit 3446 Fällen höher als bei Mädchen mit 2120 Behandlungen.

52.000 Schüler bekennen Farbe

Um ein Zeichen gegen das Rausch-Trinken zu setzen, startet die Krankenkasse DAK-Gesundheit jetzt zum 5. Mal ihre Präventionskampagne "bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen". Bundesweit werden mehr als 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen im Landkreis Traunstein. Als Schirmherrin unterstützt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung die Aktion. Auch die Band "Luxuslärm" beteiligt sich 2014 an der Kampagne.

Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb "bunt statt blau" bereits 52.000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. "Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig", so Michael Schneider. "Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen."

Pressemitteilung DAK-Gesundheit/Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa