Neue Rechenanlage in Betrieb genommen

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Über die Verbesserung der Betriebssicherheit der Kläranlage der Stadt Traunstein durch eine neue Rechenanlage für rund 300.000 Euro freuten sich (v.l.) der Surberger Bürgermeister Josef Wimmer, sein Vachendorfer Kollege Rainer Schroll, der Traunsteiner Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der Siegsdorfer Bürgermeister Thomas Kamm sowie der Teisendorfer Bürgermeister Franz Schießl.

Traunstein - Mit rund 300.000 Euro für eine neue Rechenanlage verbessert die Stadt Traunstein die Betriebssicherheit ihrer Kläranlage in Empfing und leistet einen aktiven Beitrag zum Gewässerschutz.

Nach einem halben Jahr Planung und Ausführung wurde die neue Anlage im Rahmen einer Feier offiziell in Betrieb genommen. Oberbürgermeister Manfred Kösterke zeigte sich erfreut, dass nach dem Ausfall eines Teils der alten Rechenanlage eine langfristig ausgelegte Lösung umgesetzt werden konnte: „Wir hätten auch nur den alten Rechen reparieren können. Aber laut Aussage aller Experten wären schon nach kurzer Zeit die nächsten Probleme aufgetreten“, so Kösterke. Für die Erneuerung der kompletten Anlage, die aus zwei parallel laufenden Rechen sowie Waschanlagen und Pressen für das Rechengut besteht, hatte sich der Stadtrat auf Empfehlung des beauftragten Ingenieurbüros einstimmig ausgesprochen.

Nötig wurde die Maßnahme nach einem Zwischenfall im Dezember vergangenen Jahres, als ein Fremdkörper die Rechenanlage erheblich beschädigte und zum Ausfall eines der beiden Rechen führte. Heiner Vogl, Leiter des Sachgebiets Stadtentwässerung, machte deutlich: „Wäre auch der zweite Rechen ausgefallen, hätten wir ein echtes Problem gehabt, da die Kläranlage nur richtig funktioniert, wenn vor der biologischen Reinigung die Grobstoffe aus dem Abwasser herausgefiltert werden.“ Dieser Schritt ist notwendig, da die Grobstoffe im weiteren Kläranlagenbetrieb zu Problemen bis hin zum Ausfall von Rührwerken und Pumpen führen können. Wie Vogl weiter berichtete, wäre die Reparatur des defekten Rechens nur eine kurzfristige Lösung gewesen, da die alte Rechenanlage aus dem Jahr 1992 ihre Betriebsdauer deutlich überschritten hatte und seit der Insolvenz der Herstellerfirma auch keine Ersatzteile mehr lieferbar waren. Die Notwendigkeit des Austauschs der kompletten Rechenanlage wurde kurz vor Beginn der Umbaumaßnahme auch durch den plötzlichen Bruch der Förderschnecke im Rechengutwäscher deutlich.

In der Kläranlage am linken Traunufer wird jeden Tag das Abwasser von 30.000 Menschen gereinigt und nach der Aufbereitung als sauberes Wasser in die Traun eingeleitet. Einschließlich der Gewerbebetriebe entspricht die derzeitige durchschnittliche Belastung der Kläranlage ungefähr 75.000 Einwohnerwerten. Alleine im Stadtgebiet Traunstein sind 4.000 Haushalte und Unternehmen an die Kläranlage angeschlossen. Das Einzugsgebiet umfasst darüber hinaus die Nachbargemeinden Siegsdorf, Surberg, Vachendorf und Neukirchen. Auch die Bürgermeister dieser Orte waren zu der Einweihungsfeier in die Kläranlage gekommen und begrüßten die Entscheidung der Stadt Traunstein, mit einer komplett neuen Rechenanlage die Betriebssicherheit der Kläranlage nachhaltig zu verbessern.

Pressemitteilung Stadt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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