86 Menschen auf Chiemsee gerettet

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Der Priener Polizeichef Rudi Kick (rechts) übergab im Auftrag der "Sicherheitsgemeinschaft Bürger und Polizei" dem Sprecher des "Rettungsdienstes Chiemsee", Gustl Posch, eine Spende über 2000 Euro. Foto buthke

Traunstein (CH-Z) - Die im "Rettungsdienst Chiemsee" zusammengeschlossenen Rettungsdienste haben in diesem Jahr gemeinsam 20.690 freiwillige Wachstunden rund um den See geleistet. Dies entspricht der Arbeit von zehn Vollzeitkräften.

Dies gab Sprecher Gustl Posch bei der "Chiemseerunde Herbst" im Gasthaus "Sailer-Keller" bekannt. An diesem Rettungsnetzwerk sind beteiligt: die DLRG Traunstein-Siegsdorf, die Gastgeber war, die Wasserwachten Bernau, Breitbrunn, Chieming, Prien, Seebruck und Übersee, die Freiwilligen Feuerwehren Chieming und Prien, die Wasserschutzpolizei Prien, die Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (bisher Rettungszweckverbände) Traunstein und Rosenheim sowie die Rettungsleitstelle Traunstein.

Beim Bergen von Menschen aus unmittelbarer Gefahr zählte Posch 57 Segler, sieben Surfer, acht Schwimmer, eine Eisrettung sowie 13 sonstige Sportbootrettungen auf. Das ergibt in der Summe 86 gerettete Personen. Hinzu kommen 53 Rettungseinsätze an Land sowie 138 Erste-Hilfe-Leistungen. Unter der Rubrik "Bergen und Suchen" wurden in der vergangenen Saison 66 Bootsbergungen, 19 Beteiligungen an Vermiss-tensuche und 40 sonstige Einsätze registriert.

Die Beteiligung der einzelnen Rettungsdienste fiel recht unterschiedlich aus, wie den Einzelberichten zu entnehmen war. Die Was-serwacht Chieming war an rund 20 Rettungen aus Gefahrenlagen beteiligt. Betroffen waren Segler, Surfer und Bootsfahrer gleichermaßen. Ferner waren die Einsatzkräfte bei vier Vermisstensuchen, einem Verkehrsunfall und einer Totenbergung in der Hirschauer Bucht dabei. Der DLRG-Ortsverband Traunstein-Siegsdorf konnte sein neues Boot zur vollsten Zufriedenheit testen. Zum üblichen Wachdienst gab es einige Vermisstensuchen.

Die Feuerwehr Prien blieb von größeren Unfällen verschont, hatte aber zwei Öleinsätze zu verzeichnen. Die Wasserschutzpolizei Prien hatte ein relativ unspektakuläres Jahr mit etlichen Einsätzen. Hervorzuheben sind ein Segelunfall mit Todesfall und eine Pferdebergung. Neu angeschafft wurde ein modernes Sonargerät, das Roland Stempf vorstellte. Weil sie zu einem anderen Einsatz unterwegs waren, konnten die Mitglieder der Wasserwacht Prien durch Zufall einen 82 Jahre alten Plättensegler retten, der mit seinem Boot umgefallen und in Bedrängnis geraten war. Durch einen kombinierten Einsatz von Wasserschutzpolizei, DLRG und Wasserwacht konnte ein offenes Kajütboot geborgen werden, das im Chiemsee untergegangen war. Zudem wurden ein Schlauchboot mit Außenbordmotor und ein VW Crafter für die Schnelleinsatzgruppe (SEG) angeschafft.

Am Schluss der Veranstaltung hatte der Leiter der Polizeiinspektion Prien, Erster Polizeihauptkommissar Rudi Kick, eine Überraschung parat. Im Auftrag der "Sicherheitsgemeinschaft Bürger und Polizei im Dienstbereich der Polizeiinspektion Prien" übergab er Sprecher Posch einen Spendenscheck über 2000 Euro als Unterstützung der Arbeit des "Rettungsdienstes Chiemsee". bjr

Quelle: chiemgau24.de

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