Was hat mein Apfelbaum?

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Typisch für den Befall durch die "Zweigmonilia" oder auch "Spitzendürre" genannt sind die ausgetrockneten Blütenbüschel und die dürren Zweigspitzen. Wichtigste Be-kämpfungsmaßnahme ist ein sofortiger kräftiger Rückschnitt.

Traunstein - Wer einen Apfelbaum in seinem Garten stehen hat, hat es vielleicht schon bemerkt: In der Baumkrone sind zahlreiche Blütenbüschel und Triebspitzen welk geworden.

Die vertrockneten Blüten werden nicht abgestoßen, sondern bleiben am Zweig hängen. Ganze Triebspitzen sind dürr. Die Blätter sind verbräunt und vertrocknet. Teilweise zeigen ganze Kronenpartien dieses Schadbild.

Die Apfelbäume sind von einer Pilzkrankheit, der so genannten "Zweigmonilia" oder "Spitzendürre", befallen. Diese Pilzkrankheit tritt heuer nach Informationen von Georg Unterhauser, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Traunstein, vermehrt auf. Ursache war die regnerische Witterung während der Blütezeit. Die Pilzinfektion erfolgt kurz vor, während oder nach der Blüte über die Blütenorgane. Sowohl Triebe als auch Früchte fallen ihr zum Opfer. Anfällige Sorten, wie zum Beispiel Cox Orange oder James Grieve und andere, zeigen teilweise sehr starken Befall. Auch Sauerkirschen, insbesondere die Sorte "Schattenmorelle", Aprikosen und Mandelbäumchen leiden heuer sehr stark unter dieser Pilzkrankheit, so Unterhauser.

Wichtigste vorbeugende Bekämpfungsmaßnahme ist ein regelmäßiges Schneiden der Bäume. Dabei sollten sämtliche dürren oder kranken Äste und Zweige möglichst bald bis etwa 20 Zentimeter ins gesunde Holz ausgeschnitten werden. Das Schnittholz nicht in oder nahe der Anlage lagern, sondern möglichst sofort verbrennen oder über die Tonne entsorgen. Zur vorbeugenden Bekämpfung sollten alle abgefallenen Blätter und Früchte umgehend aus dem Garten entfernt werden. Spritzmaßnahmen bringen Unterhauser zufolge heuer nichts mehr.

Weitere Informationen von Unterhauser, Fachberater für Gartenkultur am Landratsamt Traunstein, unter Telefon 0861/58385.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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