Mehr Präsenz der Frauen in der CSU gefordert

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Die neue Vorstandschaft im Kreisverband Traunstein (von links) Regina Huber (Schriftführerin), Annemarie Funke (stellvertretende Vorsitzende), Franziska Mayer (stellvertretende Vorsitzende), Barbara Irl (Schatzmeisterin), Dorli Kandlberger (Kreisvorsitzende), Bezirksrat Markus Fröschl (Wahlleiter), Rosemarie Pathé (bisher stellvertretende Vorsitzende), Annette Schneider (stellvertretende Vorsitzende), Ursula Undeutsch (bisher Schriftführerin).

Traunstein - Eine deutlich höhere Präsenz der Frauen in der CSU forderte die Vorsitzende des Kreisverbands Traunstein der Frauen-Union (FU) bei der Jahresversammlung.

Man fühle sich in der Partei bei Ämtern und Mandaten unterrepräsentiert, so Dorli Kandlberger.

Nur fünf der 31 CSU-Kreisräte seien Frauen, erklärte Kandlberger im "Hofbräuhaus Traunstein". Die FU-Mitglieder unterstützten die Forderung. Das bewiesen die Vertreterinnen der sechs Ortsverbände mit rund 200 Mitgliedern bei den Neuwahlen: Sie sprachen Kandlberger für zwei weitere Jahre einstimmig das Vertrauen aus.

Als ihre Stellvertreterinnen wurden Elke Frisch (Wössen/Achental), Annemarie Funke (Traunstein), Franziska Mayer (Trostberg) und Annette Schneider (Inzell) gewählt. Schriftführerinnen: Regina Huber (Trostberg) und Isolde Schenkel (Traunstein). Barbara Irl (Trostberg) ist neue Schatzmeisterin. Beisitzerinnen: Inge Achenbach (Ruhpolding), Heidi Kühner (Inzell), Claudia Lehrbach (Trostberg), Petra Maier (Inzell), Adelheid Meirer (Wössen/Achental), Hedwig Schauderna (Ruhpolding), Heidi Schlicht (Traunstein) und Maria Wengler (Kirchanschöring). Kassenprüferinnen: Martha Korsiska, Rosemarie Polke (beide Traunstein).

Die Frauenquote sei auch Thema der Veranstaltung mit der neuen FU-Bezirksvorsitzenden Ulrike Scharf gewesen, erklärte Kandlberger in ihrem Jahresrückblick. Der CSU-Parteitag sei der Forderung der FU insofern gefolgt, dass auf Bezirks- und Landesebene 40 Prozent Frauen aufgestellt werden. Das gebe Anlass zur Hoffnung, dass auf Orts- und Kreisebene ebenso viele Frauen aufgestellt würden. Es liege nun in der Hand der Traunsteiner Kreis-CSU, wie die Plätze vergeben würden.

Die Aktivitäten der FU sind vielfältig, sie reichten vom Besuch des Sozialbüros der Gemeinde Kirchanschöring über Vorträge, Diskussionsveranstaltung zur demografischen Entwicklung und ihre Auswirkungen auf Städte und Gemeinden bis hin zu einer Ortsvorsitzendenkonferenz der FU Oberbayern mit MdB Ilse Aigner als Referentin zur aktuellen politischenLage sowie einer Veranstaltung in Übersee zum Thema Europa mit der FU-Landesvorsitzenden und Europaabgeordnete Angelika Niebler. Über die Euregio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein berichtete Geschäftsführer Steffen Rubach. In ihr arbeiten 97 Gemeinden auf freiwilliger Basis zusammen.

Kandlberger wies auf eine Aktion des FU-Ortsverbands Trostberg zum Jugendmedienschutz hin. Vorgesehen sei, verschiedene Veranstaltungen im Landkreis abzuhalten. Über den Bezirk als dritte kommunale Ebene berichtete Bezirksrat Markus Fröschl aus Trostberg. Die Bezirke seien mit steigenden Fallzahlen in allen Bereichen und damit auch mit steigenden Kosten konfrontiert. Jedes behinderte Kind, das eine Regelschule besuchen wolle, benötige beispielsweise einen "Schulbegleiter". Auch die Altersarmut werde ein immer größeres Thema. Er wies auf die Möglichkeit hin, die Grundsicherung zu beantragen.

bjr/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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