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Nur 100 Meter von Wohnhäusern entfernt

Massaker an sechs Schafen bei Bergen angerichtet: War es ein Wolf?

Mit einem Banner, Aufschriften auf den Siloballen und den in Plastiksäcken verpackten Kadavern protestiert Landwirt Stefan Rappl gegen die Haltung der Politik zum Wolf.
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Mit einem Banner, Aufschriften auf den Siloballen und den in Plastiksäcken verpackten Kadavern protestiert Landwirt Stefan Rappl gegen die Haltung der Politik zum Wolf.

Ein bislang unbekanntes Tier hat in der Nacht auf Samstag bei Bergen sechs Schafe gerissen. Der Besitzer ist sich sicher, dass ein Wolf der Übeltäter war. Aus Wut auf die Haltung der Politik rund ums Thema Wolf hat er nun die Kadaver an der Kreisstraße aufgebahrt.

Bergen – Sechs Schafe sind vermutlich in der Nacht auf Samstag auf einer Weide im Bergener Ortsteil Anger gerissen worden – nur knapp hundert Meter von Wohnhäusern entfernt. Noch ist unbestätigt, dass es ein Wolf gewesen ist, der die Tiere getötet hat. Die DNA-Abstriche müssen erst noch ausgewertet werden. Für den Besitzer der Tiere deute aber vieles darauf hin.

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Auf Fotos sind Abdrücke von großen Pfoten und mehrere tote Schafe zu sehen. Die Tiere sind zum Teil an der Kehle gerissen worden, ein Schaf wurde über den Augen erwischt, andere an den Hinterläufen. Ein trächtiges Schaf war regelrecht ausgeweidet worden. Ein Tier hat überlebt, musste aber wegen sehr schwerer Verletzungen erschossen werden, berichtet Landwirt Stefan Rappl, dem die Tiere gehören.

Er lebt in Geißing zwischen Bergen und Staudach-Egerndach und hat die Tiere dort in Plastiksäcken gleich neben der Kreisstraße aufgebahrt. Daneben hat er Siloballen beschriftet und Banner aufgehängt. „Der Wolf gehört nicht hierher und darauf will ich aufmerksam machen“, sagt Rappl.

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Ärger und Schock über die gerissenen Tiere stehen ihm ins Gesicht geschrieben. Gleichzeitig ist Rappl wütend auf die Politik. Sogar auf einer Demo war er deshalb jüngst in München.