Malteser-Schulsanitäter zeigten ihr Können

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1. Sieger der Jugendwertung bei Malteser-Wettbewerb für Schulsanitätsdienste wurde das Team des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein. Zu den erstklassigen Leistungen gratulieren Marina Albrecht (links), bei den Maltesern zuständig für die Betreuung und Ausbildung der Schulsanitätsdienste, Dr. Michael Winklmaier (rechts), Bereitschaftsarzt der Malteser Kreisgliederung Traunstein und Max Rauecker, der Kreisbeauftragte (3. von links).

Traunstein - Erstmals fand in Traunstein der Wettbewerb der Schulsanitätsdienste statt, bei dem viele knifflige Aufgaben zu bewältigen waren.

Beim erstmals veranstalteten Wettbewerb der Schulsanitätsdienste, die vom Malteser Hilfsdienst betreut werden, siegten bei der Kinderwertung die Sanitätsgruppe der Mittelschule Bergen und bei den Jugendlichen das Team des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein. Im Mittelpunkt des Treffens der Schulsanitäter stand jedoch nicht in erster Linie der Wettbewerb um Punkte und Siegerpreise, sondern das Miteinander, das Kennenlernen und die Gemeinschaft.

Auf insgesamt zehn Stationen waren spielerische sowie fachliche Aufgaben zu bewältigen und je besser die Teams die Vorgaben erfüllten, umso mehr Pluspunkte gab es. Eine der Situationen, die von den Buben und Mädchen zu meistern waren, betraf einen Notfall in einem Klassenzimmer. Zwei Jugendliche lagen bewusstlos am Boden, eine dritte Person hatte eine Platzwunde. Sofort begannen die jungen Sanitäter mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen, wie das Lagern in stabiler Seitenlage, der Atem- und Pulskontrolle oder der Wundversorgung.

Auf einer anderen Station saß ein Mädchen in eine Ecke gekauert und hustete unaufhörlich. Die Schulsanitäter erkannten schnell, dass es sich um einen Asthmaanfall handelt, setzten einen Notruf ab, wirkten beruhigend auf die Erkrankte ein und empfahlen eine Sitzposition die Erleichterung schafft. Die Erstversorgung einer Person mit Brandverletzungen am Unterarm nach einem Unfall beim Grillen und Erste Hilfe-Maßnahmen für einen Mann, der eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten hatte, weil in einem geschlossenen Raum ein Aggregat lief, waren weitere realistisch nachgestellte Notfallsituationen, mit denen die Schulsanis konfrontiert wurden.

Geschicklichkeit war auf dem Rollstuhlparcours notwendig um fehlerfrei durch die Hindernisstrecke, über eine Wippe, durch einen schmalen Pfad und eine Slalomstrecke zu gelangen. Das im Rollstuhl sitzende Gruppenmitglied hatte dabei einen Löffel in der Hand, auf dem ein Ei lag. Das Ei durfte beim Durchrollen der Hindernisse natürlich nicht runterfallen. Lustig ging es an einer Spielstation zu, bei der Kerzen mit einer Injektionsspritze ausgelöscht werden mussten. Teamarbeit war beim Überqueren eines fingierten Säurefeldes unter Beweis zu stellen. Mit zwei kleinen Teppichen, die immer wieder aneinandergelegt wurden, war das „Giftfeld“ zu überqueren. Dabei mussten sich die vier Teilnehmer eines Teams auf engstem Raum bewegen und durften nicht vom Teppich in die Säurefläche treten.

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Am Ende des Wettbewerbes hatten in der Kinderwertung die Schulsanitäter der Mittelschule Bergen die Nase vorne und siegten mit 184 Punkten, vor den beiden Teams der Mittelschule Siegsdorf. MS Siegsdorf 1 erreichte mit 178,5 Punkten den zweiten Platz, gefolgt von MS Siegsdorf 2 mit 175 Punkten. Der 1. Platz des Jugendwettbewerbs war den Schulsanitätern des Annette-Kolb-Gymnasiums Traunstein mit 206 Punkten nicht zu nehmen. Das Sanitätsteam des Chiemgau-Gymnasiums Traunstein errang den 2. Platz (194 Pkt.) und Dritte wurden die Schulsanitäter des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut (191 Pkt.). Die jungen Sanitäter der Realschule Marquartstein landeten auf dem etwas enttäuschenden 4. Platz.

Außer Konkurrenz traten eine Kinder- und eine Jugendgruppe der Traunsteiner Malteser Jugend an. Sie hätten in den jeweiligen Wertungsklassen gesiegt, doch für sie galt „Dabei sein ist alles.“

Zur Siegerehrung würdigte der Malteser-Kreisbeauftragte Max Rauecker das Engagement der Schulsanitäter, die ständig präsent sind, um bei Notfällen in ihrer Schule Erste Hilfe zu leisten. Die dafür notwendige Aus- und Fortbildung durch die Malteser werde von den Kindern und Jugendlichen meist außerhalb der Schulzeiten, freiwillig und ehrenamtlich erbracht, wie Rauecker lobend betonte.

Die Siegerpreise überreichten Marina Albrecht, die die Schulsanitätsdienste im Landkreis Traunstein betreut und Dr. Michael Winklmaier, Bereitschaftsarzt der Malteser. Er zeigte sich begeistert vom guten Ausbildungsstand der Schulsanitäter, die beim Wettbewerb hervorragende Leistungen zeigten. Einen Blumenstrauß als Dank für die großartige Unterstützung überreichte Max Rauecker an Michaela Gilhuber vom AKG Traunstein. Die Schule stellte Räume und Freigelände für den Wettbewerb zur Verfügung.

Zum guten Gelingen beigetragen haben die Schnelleinsatzgruppe „Information und Kommunikation“ (IuK) und die Gruppe „Realistische Unfalldarstellung“ der Malteser. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer, Schiedsrichter und Organisatoren sorgte die Malteser-Küchengruppe.

Peter Volk

Quelle: chiemgau24.de

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