Malteser ehren Ausbildungsleiter

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Robert Schnell (li.), Leiter der Ausbildung bei den Maltesern, wurde für 25-jährigen hauptamtlichen Dienst bei der Hilfsorganisation geehrt. Kreisbeauftragter Max Rauecker würdigte Schnells großes Engagement und seine fachliche Kompetenz, mit er bisher mehrere tausende Kursteilnehmer ausgebildet hat. Schnell wurde bei der Jahresabschlussfeier zudem zum Leiter der Schnell-Einsatz-Gruppe „Betreuung“ berufen.

Traunstein - Für 25 Jahre hauptamtlichen Dienst wurde Robert Schnell, Ausbildungsleiter der Kreisgliederung des Malteser Hilfsdienstes, jetzt geehrt.

Max Rauecker, Kreisbeauftragter der Malteser, würdigte Schnells engagierten Einsatz und seine Fachkunde, mit der er während seiner 25 Jahre im Dienst der Malteser mehrere tausend Kursteilnehmer ausgebildet hat, in Grundkursen für Erste Hilfe über Kindernotfall-Kurse bis zur Ausbildung von Schwesternhelferinnen. Schnell, der sich auch ehrenamtlich tatkräftig einbringt, wurde zudem zum Gruppenführer der Schnell-Einsatz-Gruppe „Betreuung“ ernannt und offiziell berufen.

Josef Sailer wurde zum stellvertretenden Gruppenleiter der Betreuungsgruppe ernannt. Alexander Gröbner aus Nußdorf wurde die Berufungsurkunde als stellvertretender Gruppenführer des Kriseninterventionsteams (KIT) überreicht. Neue Jugendgruppenleiterin ist Marina Albrecht aus Hammer. Sie wurde zudem zur Leiterin der Schulsanitätsdienste der Malteser berufen. Die Ausbildung zum Jugendgruppenleiterassistenten erfolgreich absolviert haben Johannes Fellner, Maximilian Letschert, Maria Pauli, Carolin Puchstein, Phillip Thiele und Dominik Winklmaier. Zur Gruppenführerin der Malteser-Rettungsdienstgruppe Traunstein wurde Judith Selders aus Waging berufen. Die angehende Ärztin wurde darüber hinaus mit der Malteser-Plakette in Bronze für mehr als fünfjährige ehrenamtliche Mitwirkung geehrt.

Mit der gleichen Ehrenplakette in Bronze für aktive Dienste wurden Margit Eickhoff, Cornelia Huber, Brigitte Kaiser, Monika Racher, Christine Sedlmeier, Daniel Strohmayer, Christiane Vordermayer, Martin Wendlinger und Renate Zenz ausgezeichnet. Die Ehrenplakette in Silber, die mindestens zehn Jahre ehrenamtlichen Dienst voraussetzt, wurde Dr. Thomas Uhlig und Dr. Michael Winklmaier, dem Leiter der Malteser Jugend im Landkreis Traunstein verliehen. Die Ehrenzeichen werden von der Deutschen Assoziation  des Souveränen Malteser Ritterordens und Präsident Dr. Erich Prinz von Lobkowicz für mehrjährige Mitarbeit verliehen. Max Rauecker, der Kreisbeauftragte der Malteser, betonte, dass die Ehrenauszeichnung nicht für eine bestimmte Anzahl von Dienstjahren verleihen werde; vielmehr würdige der Malteser-Orden damit die besondere Leistung und das langjährige ehrenamtliche Engagement.

Mit der Ehrenplakette in Silber des Malteser Ritterordens wurde Dr. Michael Winklmaier (li.) aus Traunstein bei der Jahresabschlussfeier des Malteser Hilfsdienstes geehrt. Der Gliederungsarzt und Leiter der Malteser Jugend ist seit mehr als zehn Jahren ehrenamtlich aktiv und engagiert und wurde als Anerkennung dafür vom Kreisbeauftragten Max Rauecker ausgezeichnet.

Der Kreisbeauftragte Max Rauecker und Peter Volk, Leiter der Kreisgeschäftsstelle, blickten auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurück. Insgesamt leisteten die über 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer mehr als 110.000 Dienststunden. In den Fahrdiensten für Menschen mit Behinderung, im Linienfahrdienst zu Förderschulen und beschützenden Einrichtung der Behindertenhilfe sowie bei betreuten Krankenfahrten beförderten die Malteser rund 85.000 Fahrgäste. Die Malteser-Fahrdienste legten dabei 1,45 Millionen Kilometer zurück. Der Menüservice „Essen auf Rädern“ lieferte 20.500 Menüs an Senioren und Alleinlebende aus.

Pro Monat werden in der Stadt Traunstein und in den umliegenden Gemeinden mehr als 1000 Menüs heiß und essfertig zu Senioren ins Haus gebracht. Dienststellenleiter Peter Volk wies auf das Projekt der Mahlzeiten-Patenschaften hin, mit dem die Hilfsorganisation versucht Spender zu gewinnen, die bedürftigen Menschen täglich eine warme Mahlzeit finanzieren. Auf den Hausnotrufdienst der Traunsteiner Malteser vertrauen 490 Senioren. Der Hintergrunddienst, der den Hausnotrufteilnehmern zur Seite steht, wenn bei einem Notfall die Hilfe durch Angehörige und Bezugspersonen nicht möglich ist, rückte 80 Mal aus. In den Kursen der Breitenausbildung wurden bei 160 Kursen mehr als 1800 Personen geschult, vom Grundkurs in Erste Hilfe bis zur Ausbildung in der Häuslichen Krankenpflege.

Das Kriseninterventionsteam (KIT), das traumatisierte Menschen nach plötzlichem Tod eines Angehörigen betreut, wurde 103 Mal alarmiert und leistete 460 Betroffenen Beistand und „Erste Hilfe für die Seele.“ Der ehrenamtliche Dienst der Krisenhelfer feiert im Frühjahr 2012 sein 10-jähriges Bestehen. Im Rettungsdienst und Krankentransport dürfen sich die Malteser weiterhin „Premium-Rettungswache“ nennen, nachdem die Prüfung der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagement (DQS) mit Erfolg bestanden wurde. Seit 1. März betreiben die Malteser rund um die Uhr ein Verlegungsarzteinsatzfahrzeug (VEF). Seit Aufnahme des neuen Dienstes rückten Notarzt und Rettungssanitäter zu 340 Einsätzen aus, um Verlegungstransporte mit Patienten, die einer ärztlichen Versorgung bedürfen, zu begleiten.

Marina Albrecht (links) aus Hammer hat die Ausbildung zur Malteser-Jugendgruppenleiterin erfolgreich abgeschlossen und wurde nun als solche berufen. Die Ernennungsurkunde überreichte Kreisbeauftragter Max Rauecker (mitte); als symbolisches Zeichen der Führungsfunktion legte ihr Michael Winklmaier, Leiter der Malteser Jugend, das Schultertuch um.

Größter Einsatz des Jahres war die sanitätsdienstliche Versorgung des Chiemsee-Reggae-Festivals in Übersee. Während der mehrtägigen Veranstaltung leisteten die Sanitäter und Ärzte 1762 Mal Erste Hilfe; 640 Malteser-Helfer aus der gesamten Erzdiözese München und Freising waren im Einsatz. Helferinnen und Helfer aus Traunstein leisteten beim Besuch von Papst Benedikt XVI. in Freiburg Sanitäts- und Betreuungsdienste. Die Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung hatte ihren größten Einsatz beim Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Wang bei Nußdorf. Über 200 Einsatzkräfte wurden bei frostigen Temperaturen mit heißen Getränken und Speisen versorgt. Zudem waren die Malteser bei 47 Sanitäts- und Betreuungsdiensten, vom Patronatstag der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien in Traunstein bis zum Open-Air-Konzert auf der Winklmoosalm im Einsatz.

Einen hohen Stellenwert unter den vielen Diensten der Malteser nimmt die offene Behindertenarbeit ein, zu der auch die Unterstützung und Begleitung der beiden Kontaktgruppen für Körperbehinderte im Landkreis Traunstein gehört. Dazu wurde Ende Mai erstmals und sehr erfolgreich ein Aktionstag für Menschen mit und ohne Behinderung veranstaltet. Ziel war es, das gegenseitige Verständnis zu fördern und die Integration von Menschen mit Behinderung zu fördern. Der Besuchs- und Begleitungsdienst der Malteser erbringt besonders für Behinderte wertvolle Dienste. Gewürdigt wurde das Engagement mit dem Förderpreis „Sozial couragiert“, der vom Deutschen Caritasverband und Hyundai.

Besonders stolz ist Rauecker auf die viel beachtete Jugendarbeit, die sich großen Zuspruchs erfreut. Mehr als 40 Buben und Mädchen zwischen sechs und 16 Jahren kommen zu den wöchentlichen Treffen. Neben kindgerechter Erste Hilfe-Ausbildung werden den Kindern der Einsatz für Mitmenschen, Zivilcourage und der kameradschaftliche Umgang miteinander näher gebracht. Die Gruppe für Realistische Unfalldarstellung (RUD) besteht seit 20 Jahren. Die Spezialisten für Schminke und Verletztendarstellung stellten ihr Können als Verletztendarsteller bei vielen Übungen zur Verfügung. Auch bei Sanitätswettbewerben in ganz Bayern wirkte die Gruppe mit.

Den Abschluss des Jahres bildet alljährlich die Nikolaus-Aktion. Dabei werden Alleinlebende, Senioren und Behinderte mit Plätzchen - gebacken von der Malteser Jugend - und Präsenten beschenkt. Mit der Weihnachtsaktion „Glücksbringer-Transport“ werden bedürftige Familien sowie Kinder- und Altenheime in Sapavera Banja (Bulgarien) mit Lebensmittelpaketen und Geschenken für die Kinder versorgt. Zwei Sattelzüge mit über 600 Paketen, gesponsert von vielen großzügigen Spendern aus der Region, machten sich in der Woche vor Weihnachten auf den Weg nach Bulgarien.

Die vielfältigen Aktivitäten der Malteser, die stete Einsatzbereitschaft und das große Spektrum der Hilfe für Menschen in Not, für Alte, Behinderte und Kranke, für seelisch Bedrängte und Traumatisierte, spiegele sich im Rückblick auf das Jahr 2011, betonte Max Rauecker. Er würdigte die engagierte Mitarbeit und hohe Motivation der Helferschaft. Die stete Bereitschaft schnell und kompetent Hilfe leisten zu wollen verdiene hohe Anerkennung und Respekt. „Der freiwillige und uneigennützige Dienst und das Geschenk von Zeit und Kraft für bedürftige und notleidende Mitmenschen kann nicht genug gewürdigt werden.“

Ehrenamtliche Helfer, hauptamtliche Mitarbeiter, Zivildienstleistende oder seit Juli dieses Jahres die Bundesfreiwilligenhelfer, ebenso die Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr – sie alle hätten dazu beigetragen die Gemeinschaft der Traunsteiner Malteser mitzutragen, betonte der Kreisbeauftragte. Besonders würdigte Rauecker die Unterstützung von Spendern, Sponsoren und Förderern, die die materielle Basis für das Tun der Malteser bilden. Eröffnet wurde die Advents- und Jahresabschlussfeier mit einem Gottesdienst in der Kapelle des Caritas-Altenheims St. Irmengard, der von Gliederungs-Seelsorger Pfarrer Mathias Häusl zelebriert und von der Malteser-Jugend musikalisch gestaltet wurde.

pv

Quelle: chiemgau24.de

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