"Lang ersehnt und wohlverdient"

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Manuel Martin ist mit 17 Jahren Jahrgangsjüngster und mit der Abiturnote 1,5 Jahrgangsbester. Einen Sonderpreis bekam er aber für das gute Abschneiden in Mathematik. Martin möchte in Wien Medizin studieren. Unterstützung bekam er nicht nur von Familie und Lehrern, sondern, so der 17-Jährige, von seinen Freunden: dem "FDZR" (Freundeskreis der zapfenden Rindviecher).

Ising - "Lang ersehnt und wohlverdient": So leitete Bärbel Ebner, die Leiterin des Landschulheims (LSH) Schloss Ising, die Abiturfeier für 40 ihrer Schüler ein.

In der Turnhalle feierten die Gymnasiasten ihren erfolgreichen Abschluss.Die Bläsergruppe des Gymnasiums empfing den zweiten G8-Jahrgang von Ising zur Abiturfeier. Unter den Gästen waren auch die Bürgermeister von Chieming und Seebruck, Benno Graf und Konrad Glück. Landrat Hermann Steinmaßl war verhindert und ließ seine Glückwünsche durch Ebner übermitteln.

Glückwünsche bekamen die Absolventen von allen Seiten: Schülersprecher Leo Sailer gratulierte ebenso wie Michael Graßl als Vertreter der Eltern und des Fördervereins. "Ihr habt das Finale erreicht und gewonnen", so Graßl. Jetzt hieße es "feiern, feiern, feiern - und hoffentlich nicht zu knapp". Allerdings sei "nach dem Spiel auch vor dem Spiel", so Graßl.

Als Vertreter der "Alt-Isinger" gratulierte Dominik Schmidt, der den Abiturienten bescheinigte, etwas Besonderes zu sein und deshalb den Tipp gab: "Genießt die Party, lasst euch bewundern."

Die Rednerpausen füllten vier der Abiturientinnen als Pop-Band, bevor die Sprecher der Abiturienten, Konstantinos Alexandridis, Agnesa Kelmendi und Sebastian Schoberer übernahmen. Staatsmännisch begann Alexandridis seine Rede - abgelesen von einer mächtigen, allerdings unbeschriebenen, Rednerrolle, die - wie sich zeigte - einige Meter lang war.

Kelmendi schnitt sie letztlich ab und so begann die eigentlich Abschlussrede: ein Resümee der gesamten Schulzeit. Alexandridis erklärte, weshalb sich Schüler für Ising entscheiden: vor allem weil Ising ein "Schloss am See" ist und unglaublich viele Freizeitaktivitäten biete.

Schoberer, der über die Zeit in der elften und zwölften Klasse sprach, bedankte sich bei "Papa" Bernd Richter, Erzieher der Oberstufe, und im Namen der Mädchen bei Erzieherin Petra Bienert. Gerade als Internatsschüler werde er die Gemeinschaft nach dem Abschluss am meisten vermissen, so der Abiturient.

Als zweiter G8-Jahrgang hatten die Schüler auch Kurioses zu berichten: von verunsicherten Lehrern, kurzfristig geänderten Punktesystemen und Schulbüchern, die manchmal erst zum Halbjahr kamen und dann im Regal liegen blieben, weil die Lehrer "ihr Ding durchzogen".

Zu Musik und eigenen Porträts konnten die 40 Absolventen anschließend ihr Zeugnis entgegennehmen und die Anstecknadel der Schule. Zuvor waren einige Schüler bereits für besondere Leistungen in den Bereichen Sport, Musik und Theater oder für die Beteiligung in der Schülermitverwaltung und bei den Tutoren ausgezeichnet worden. Einige "Allzweckwaffen" kamen dabei gleich mehrmals auf die Bühne. naw

Quelle: chiemgau24.de

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