"Experiment Bürgerdialog ist gelungen"

Landkreis - „Wir haben ein Experiment gewagt und waren überrascht von dem guten Besuch, der großen Resonanz und der Diskussion in der Bevölkerung." Klaus Steiner zieht Bilanz:

"Das zeigt, dass wir mit dem Schritt zu mehr Offenheit und Bürgernähe auf dem richtigen Weg sind.“ Mit diesen Worten zog CSU-Kreisvorsitzender Klaus Steiner am Montagabend im Heftersaal in Grassau positive Bilanz nach der letzten Veranstaltung der Bürgerdialoge.

An fünf Abenden hatten sich im Juli in Trostberg, Traunstein, Waging am See, Chieming und zuletzt in der Achentalgemeinde drei CSU-Bewerber für die Nominierung als Landrats-Kandidat für die Kommunalwahl 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt: Andreas Bratzdrum aus Tittmoning, Franz Parzinger aus Traunreut und Siegfried Walch aus Inzell. Von der Möglichkeit, die drei Bewerber zu ihren Zielen als möglicher neuer Landrat und zu wichtigen Themen im Landkreis zu befragen, machten die insgesamt über 600 Besucher rege Gebrauch.

Nach der Vorstellung der drei Kandidaten sind jetzt am 14. September im Bergener Festsaal die Ortsdelegierten des CSU gefragt: Sie sollen nach intensiven Gesprächen mit den Bürgern und CSU-Mitgliedern einen der drei Bewerber als endgültigen Kandidaten der CSU für die Wahl des neuen Landrats bei der Kommunalwahl 2014 nominieren. Die gesetzlich bindende Aufstellung erfolgt allerdings erst im Juni/Juli 2013.

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„Uns ging es um eine echte Beteiligung der Parteibasis und der Bevölkerung bei der Meinungsbildung. Jetzt ist eine klare Entscheidung gefragt“, erklärte Steiner zum weiteren Vorgehen. Karl Kaditzky, Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion, zog das Resümee: „Was mich am meisten bewegt hat, ist der von Fairness und gegenseitigem Respekt getragene Umgang der drei Kandidaten miteinander gewesen. Jeder der drei hat zudem erklärt, dass sie das Ergebnis mittragen wollen.“

Siegfried Walch aus Inzell zeigte sich im Interview „sehr erfreut über diese doch sehr große Resonanz“. Auch die Form der Veranstaltung sei gut angekommen. Die CSU im Landkreis habe damit ein wichtiges Signal setzen könne, dass es ihr ernst sei, Bürger und Basis mehr in Entscheidungsprozesse einbinden zu wollen. Zum Umgang miteinander sagte er: „Wir mögen uns, verstehen uns und respektieren uns. Ich möchte, egal in welcher Konstellation, auch in Zukunft gut mit beiden zusammenarbeiten.“

„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass der neue Weg der richtige Weg ist“, erklärte Andreas Bratzdrum. „So eine große Resonanz hatten wir selten. Möglicherweise hat mancher gedacht, dass wir uns bekämpfen, aber es war doch ein sehr fairer Umgang miteinander und ein interessanter Austausch. Jede Veranstaltung hatte ihren eigenen Charakter.“ Insgesamt habe er rückblickend „ein gutes Gefühl“, so der Tittmoninger.

Dass „Kommunalpolitik zum Anfassen“ noch immer auf großes Interesse stoße und viele Leute interessiere, sah Franz Parzinger als „sehr ermutigendes Zeichen“. „Unser Konzept ist aufgegangen, es wurde rege interessiert und auch die Berichterstattung über die Veranstaltung war dankenswerterweise sehr ausführlich“, hob der Traunreuter hervor. Der Umgang miteinander sei „kollegial und vorbildlich“ gewesen. „Ich denke, wir konnten auch eine Menge Wissen und Erfahrung weitergeben.“

Pressemitteilung CSU Kreisverband Traunstein

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Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Buthke, Stadt Tittmoning, Stadt Traunreut

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