Landkreis Traunstein und Vertreter der Wirtschaft

Mehr Planungssicherheit bei der Beschäftigung von Flüchtlingen

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Um bei der Beschäftigung von Flüchtlingen Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen, einigten sich Landkreis und Wirtschaftsvertreter auf eine gemeinsame Linie: Nikolaus Binder, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Traunstein, Robert Aigner vom Gewerbeverband Traunstein und Umgebung, Kreishandwerksmeister Gerhard Kotter, Gewerbeverbandsvorsitzender Thomas Eberl, Wifö-Geschäftsführerin Dr. Birgit Seeholzer, Andreas Knott, Abteilungsleiter im Landratsamt Traunstein, Landrat Siegfried Walch und sein Persönlicher Referent Josef Bauer, Ronald Gössl, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Traunstein, Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Thomas Wendrich, Geschäftsführer des Jobcenters Traunstein sowie Albert Maier, Leiter der Ausländerbehörde im Landratsamt Traunstein (von links). Unterzeichnet wurde die Vereinbarung auch vom Vorsitzenden des Informationskreises der Wirtschaft Stefan Neumann (nicht im Bild).

Traunstein - Der Landkreis Traunstein und die Vertreter der Wirtschaft im Landkreis haben jetzt eine Vereinbarung zur Beschäftigung von Flüchtlingen unterzeichnet.

Kernpunkt: Wenn Unternehmen Flüchtlinge einstellen wollen, sollen sie sich auf diejenigen konzentrieren, die längerfristig in Deutschland bleiben und damit eine Aufenthaltserlaubnis vorlegen können. Bei einer beabsichtigten Einstellung von Asylbewerbern, die sich noch im Anerkennungsverfahren befinden, rät das Landratsamt dagegen zur Rücksprache mit der Ausländerbehörde. Keine Beschäftigungsmöglichkeit gibt es wie bisher in der Regel für abgelehnte Asylbewerber, weil bei ihnen die unverzügliche Aufenthaltsbeendigung im Vordergrund steht.

Die Vereinbarung kam auf Initiative von Landrat Siegfried Walch zustande, um der Verunsicherung bei einigen Unternehmern entgegenzutreten. „Über 800 Flüchtlinge im Landkreis Traunstein, die längerfristig bei uns bleiben können, sind auf der Suche nach einer Beschäftigung“, so Walch. In der Vereinbarung wurde deshalb zudem fixiert, dass die Agentur für Arbeit regelmäßig branchenspezifische Thementage organisiert, an denen sich Unternehmen künftigen Auszubildenden und Berufseinsteigern präsentieren können. Diese Veranstaltungen sollen sich an alle Interessenten richten; es werden aber auch anerkannte Flüchtlinge gezielt als Adressaten angesprochen.

„Die Integration der Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt stellt Staat, Gesellschaft und Wirtschaft vor eine enorme Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, so Landrat Walch in einer Broschüre, die der Landkreis Traunstein allen Unternehmern und sonstigen Interessierten als Orientierungshilfe zur Verfügung stellt. Ob und in welchem Umfang Asylbewerber arbeiten dürften, hänge jedoch maßgeblich von ihrem aktuellen Aufenthaltsstatus ab. Die Broschüre klärt deshalb über die grundsätzlichen Regelungen und die Vollzugspraxis hinsichtlich der Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis von Flüchtlingen im Landkreis Traunstein auf. Außerdem enthält sie die Ansprechpartner in Ausländerbehörde, Jobcenter, Agentur für Arbeit sowie Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Die Broschüre mit dem Titel „Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung“ wurde von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Traunstein bereits an die Betriebe versandt. Sie kann auch unter www.traunstein.bayern heruntergeladen werden.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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