Auch Kosten werden aufgeschlüsselt

Rekord-Investitionen: Hier gibt der Landkreis 2017 Geld aus

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Traunstein - Im Landratsamt wird mit so viel Geld jongliert wie noch nie: Am Freitag wurde im Kreistag deutlich, wofür das Geld heuer ausgegeben wird. 

Die Politiker im Landkreis sind sich weitgehend einig: Mit 63:2 Stimmen verabschiedete der Kreistag am Freitagmittag den Haushalt für 2017. Die beiden Gegenstimmen kamen aus den Reihen der ÖDP- und der FW-Fraktion. Der Haushalt hat ein Gesamtvolumen von 227 Millionen Euro. Auch die für 2017 geplanten Investitionen sind mit 34 Millionen Euro so hoch wie nie. Das Investitionsprogramm wurde einstimmig verabschiedet.

Die größten Investitionen 2017

- 8,69 Millionen Euro fließen heuer in die Baumaßnahmen für die Schulen im Landkreis. Allen voran der Neubau der Realschule in Trostberg ist hier mit 5,4 Millionen Euro zu nennen. Für das Schuljahr 2019/20 soll das Gebäude bezugsfertig sein. 3,6 Millionen Euro fließen außerdem in die Generalsanierung der gewerblichen Berufsschule I in Traunstein. Außerdem wird 2017 mit dem Bau der Turnhalle am Traunsteiner Annette-Kolb-Gymnasium begonnen.

- 2,62 Millionen Euro werden 2017 für den Straßen- und Radwegebau ausgegeben. Fünf Maßnahmen sind am bedeutendsten: Der Ausbau der TS16 zwischen Wiesmühl und der B20, der Lückenschluss der TS14 zwischen Altenmarkt und Seeon, der Umbau von zwei Bahnübergängen in Traunstein, die Sanierung von zwei Brücken bei Pavolding (Seeon-Seebruck) und der Geh- und Radweg zwischen Palling und der Abzweigung Baumham. Zusätzlich fließen weitere 2,72 Millionen Euro in den Unterhalt bestehender Straßen.

- Für den nächsten Bauabschnitt am Traunsteiner Krankenhaus stellt der Landkreis 2017 einen Investitionszuschuss in Höhe von 2,9 Millionen Euro bereit. 

- Zur Tourismusförderung ist im Haushalt ein Betrag von einer Millionen Euro eingeplant.

Welche Kosten zu tragen sind

- 12,1 Millionen Euro an Grundsicherung für Arbeitslose (Unterkunft, Heizung, Warmwasser). Das bedeutet ein Plus von 170.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.

- 14,75 Millionen Euro an Jugendhilfeleistungen.

- 9,6 Millionen Euro an Hilfen für Flüchtlinge nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Kosten werden vom Freistaat aber wieder erstattet.

- 24,17 Millionen Euro hat der Landkreis an Personalkosten zu tragen. In den Landkreisverwaltungen arbeiten insgesamt 401 tariflich Beschäftigte. 33 davon sind Beamte. 

Bei den Einnahmen ist vor allem die Kreisumlage erwähnenswert, die die Kommunen an den Landkreis zahlen müssen. Mit Einnahmen von 103 Millionen Euro rechnet man 2017, wobei der Hebesatz von 53 auf 51,5 Prozent gesenkt wurde, was für viele Kommunen eine spürbare Entlastung bedeutet. Geplant ist außerdem ein Schuldenabbau von 1,65 Millionen Euro. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa/ps/Fotomontage

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