Grafiken zeigen Zahlen der Polizei

So verschiebt sich die Kriminalität im Landkreis

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Polizeipräsident Robert Kopp und Landrat Siegfried Walch am Mittwoch in Traunstein.
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Landkreis - Manche Delikte werden weniger, andere mehr und mehr: Die Polizei präsentierte nun die Zahlen für den Landkreis Traunstein - "Man kann hier noch in Sicherheit leben", so Landrat Walch. 

"Fast zwei von drei Straftaten im Landkreis werden aufgeklärt", zeigte sich Robert Kopp, Leiter des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, am Mittwoch in Traunstein zufrieden: 2016 konnte die Polizei eine Aufklärungsquote von 63,9 Prozent vorweisen. Überhaupt ist die Zahl der Straftaten im Landkreis nicht nur im Vergleich mit Oberbayern, sondern auch mit dem ganzen Freistaat geringer.

Delikte 2016 im Vergleich zu 2015 - Veränderung in Prozent

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Zugenommen haben vor allem die Straßen- und Gewaltkriminalität, sowie Rauschgift- und sogenannte Rohheitsdelikte, also Körperverletzung. 6974 Straftaten wurden 2016 im Landkreis begangen (inklusive ausländerrechtlichen Delikten) - 369 Fälle weniger als 2015 und auch auf längere Sicht ein vergleichsweise niedriger Wert. "Das ist sehr vorzeigbar", so Kopp.

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Im einzelnen zählte die Polizei 2016 unter anderem 72 Sexualdelikte, 1236 Körperverletzungen, 475 Rauschgiftdelikte, 1870 Diebstähle oder 214 Fälle von Gewaltkriminalität. Polizeipräsident Kopp erinnerte aber daran, dass unter die Sexualdelikte auch die Verbreitung pornografischer Schriften oder Exhibitionismus fällt. 63 gelungene Wohnungseinbrüche wurden im vergangenen Jahr registriert - ein Wert, der sich wieder auf dem Niveau von 2013 bewegt.

Insgesamt wurden im vorigen Jahr 370 Einsätze vor Asylbewerberunterkünften gezählt - mehr als doppelt so viele als noch 2015. Jedoch seien nicht alle Einsätze auch mit Straftaten verbunden, "und die große Masse der Straftaten von Asylbewerbern wird sozusagen untereinander verübt", so Polizeipräsident Kopp. 

Zahl der Besitzer eines "Kleinen Waffenscheins" in der Region steigt rapide

Auch die Problematik mit sogenannten Reichsbürgern wurde von Kopp und Landrat Walch aufgegriffen: "Wenn jemand den Staat ablehnt und gleichzeitig auch Waffenbesitzer ist, müssen wir dem nachgehen", so Walch - denn der Waffenbesitz fällt in die Zuständigkeit des Landratsamtes. 20 Reichsbürger mit Waffenschein konnten im Landkreis zugeordnet werden: "Sie wurden dann von uns aufgefordert, dazu Stellung zu beziehen und gegebenenfalls die Waffen abzugeben. Neun von ihnen haben das auch freiwillig getan."

xe

Quelle: chiemgau24.de

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