Presseinformation BRK Kreisverband Traunstein

Wasserretter trainierten für den Ernstfall

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Um für möglichst viele Einsatzszenarien gerüstet zu sein, sind regelmäßige realitätsnahe Übungen sehr wichtig.

Landkreis Traunstein - Die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) unterhält im Landkreis Traunstein drei mobile Schnelleinsatzgruppen (SEG), die bei Notfällen an Gewässern rund um die Uhr alarmiert werden können.

Um für möglichst viele Einsatzszenarien gerüstet zu sein, sind regelmäßige realitätsnahe Übungen sehr wichtig. Bei einer gemeinsamen Übung am Obinger See trainierten die ehrenamtlichen Wasseretter der SEG Obing (Tauchtrupp) und der SEG Bergen (Bootstrupp) das gemeinsame Vorgehen und die Koordinierung der Einsatzkräfte im Ernstfall.

Zunächst wurde mit dem Sonargerät des Obinger Einsatzbootes geübt, wie die entsprechenden Anzeigen des Sonargerätes richtig interpretiert und Personen und Gegenstände unter Wasser zügig geortet werden können. Dies ist beispielsweise bei Vermisstensuchen sehr wichtig. An bestimmten Punkten wurden zudem Markierungsbojen gesetzt. Anschließend wurden verschiedene Manöver wie Boot-an-Boot-Fahren geübt, bei denen insbesondere die Bootsführer gefordert waren.

An Land gaben Max Hamm und Mario Schachinger den Bergener Kollegen eine kurze Einführung in die Funktionsweise und Handhabung der verschiedenen Teile einer Rettungstaucher-Ausrüstung und erklärten wie dieKommunikation zwischen Rettungstaucher und Leinenführer geregelt ist, wie man vom Boot aus die aktuelle Position des Rettungstauchers bestimmen kann und was es für die Bootsführer zu beachten gilt, wenn ein Taucher im Wasser ist. Dies wurde anschließend auch praktisch im Wasser demonstriert.

Unter anderem wurden Tauchmanöver wie das Scheibenwischer-System durchgeführt, bei dem ein Unterwasserbereich mit schwierigen Sichtverhältnissen von Rettungstaucher und Leinenführer systematisch abgesucht wird. Weiters wurde die Anbordnahme des Rettungstauchers und dessen schwerer Einsatzausrüstung auf die verschiedenen Boote geübt. Auch die Benutzung eines Spineboards beim Hieven eines Patienten aus dem Gewässer wurde trainiert.

Die SEG Obing wurde 2007 gegründet und ist damit die dienstälteste mobile Wasserwacht-SEG im Landkreis Traunstein. Ihre rund 20 ehrenamtlichen Wasserretter sichern gemeinsam mit der SEG Tenging-Törring die Gewässer des nördlichen Landkreises ab.Bei Bedarf werden sie aber auch von der Leitstelle Rosenheim alarmiert, beispielsweise zu Einsätzen am nahegelegenen Inn. Außerdem leisten sie Erstversorgereinsätze im Obinger Gemeindegebiet, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Im Schnitt kommt die SEG Obing auf rund 30 Einsätze pro Jahre. Die SEG Bergen besteht erst seit 2018. Ihre 17 ehrenamtliche Helfer kommen vorwiegend an Gewässern im südlichen Landkreis wie der Traun zum Einsatz. Ihre Einsatzzahlen haben sich im zweiten Jahr bereits verdoppelt. Gemeinsam mit der SEG Tengling-Törring und den stationären Wasserwachtsgruppen tragen die SEGs aus Obing und Bergen dazu bei, dass die Wasserwacht die Wasserrettung im Landkreis Traunstein flächendeckend leisten kann.

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Quelle: chiemgau24.de

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