„Bayern sagt Danke!“

Heute sind sie die Ehrengäste: Staatsempfang für die Einsatzkräfte im Schneechaos

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Landkreis Traunstein - Zahlreiche Einsatzkräfte in Bayern halfen bei der Bewältigung der Schneemassen Anfang des Jahres. Darum wurden diese nun zu einem Empfang in die Residenz in München geladen:

Die Schneemassen zu Beginn des Jahres haben die Alpenregionen über Tage hinweg in Atem gehalten. Zur Bewältigung der schwierigen Lage wurde in mehreren Landkreisen, unter anderem im Berchtesgadener Land und Traunstein, der Katastrophenfall ausgerufen. So war es möglich, dass die örtlichen Einsatzkräfte Unterstützung aus ganz Bayern erfahren durften. Um dies zu würdigen, haben nun der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der Bundesinnenminister Horst Seehofer und die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner etwa 1200 Einsatzkräfte aus ganz Bayern zu einem Empfang in die Residenz in München geladen.

Dank von Söder sowie von Regierungs- und Landtagsmitgliedern

Stellvertretend für alle Helfer waren etwa 50 Einsatzkräfte der heimischen Feuerwehren als Ehrengäste zum Empfang geladen. Diese setzten sich insbesondere aus Vertretern der am stärksten betroffenen Gemeinden Traunstein und Surberg, Siegsdorf und Bergen, Inzell und Ruhpolding sowie Reit im Winkl und Schleching zusammen. 

Darüber hinaus waren einige Vertreter der Kreisbrandinspektion sowie politische Vertreter wie die Landräte Siegfried Walch und Georg Grabner und mehrere Bürgermeister eingeladen. Zahlreiche Regierungs- und Landtagsmitglieder wie der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann aber auch die lokalen Vertreter wie die Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber oder die Landtagsabgeordnete Gisela Sengl nutzen die Möglichkeit, in ganz vielen Einzelgesprächen einen persönlichen Dank an die Einsatzkräfte auszusprechen. 

Der Ministerpräsident Dr. Markus Söder würdigte die Leistungen der überwiegend ehrenamtlichen Helfer in seinen Grußworten. Er lobte ausdrücklich die große Solidarität unter allen beteiligten Organisationen und zollte insbesondere der großartigen Koordination einen großen Respekt. „Es waren bis zu 10.000 Einsatzkräfte pro Tag für die Menschen in Bayern im Einsatz und diese haben alles gegeben, damit Schaden von Hab und Gut bestmöglich abgewendet wurde“. Es freue ihn aus tiefen Herzen, dass die Bayern in schweren Stunden zusammenrücken und so auch große Herausforderungen meistern . Es sei ihm völlig bewusst, dass die öffentliche Hand alles unternehmen müsse, damit die Helfer ihre Arbeit gut leisten können und versprach eine weitere umfangreiche Unterstützung seitens des Freistaates. 

Staatsempfang für die Einsatzkräfte im Schneechaos

"Alle Beteiligten waren wie eine große Familie"

Im Namen der Staatsregierung sowie des Bayerischen Landtags stellte die Landtagspräsidentin Ilse Aigner fest, dass alle Beteiligten wie eine große Familie an einem Strang gezogen haben und so, sämtliche Herausforderungen gemeistert wurden. 

Ihr tiefes Mitgefühl sprach sie Allen aus, die einen Schaden erlitten haben. Sie sei sehr froh, dass trotz dieser Einsatzdimension, aber auch gerade wegen des umsichtigen Handelns der Helfer, nur wenig passiert sei und kaum Personenschäden zu verzeichnen waren. Leider haben in dieser Zeit auch Menschen ihr Leben gelassen, sie sei tief betroffen über jedes Einzelschicksal. Der Ablauf sei sehr gut organisiert gewesen und sie sei glücklich und dankbar darüber, dass die „ganz große Katastrophe durch diesen großartigen Einsatz verhindert werden konnte“. 

Alle 111 Verbände des THW im Einsatz

Stellvertretend für den verhinderten Bundesinnenminister Horst Seehofer dankte Staatssekretär Stephan Mayer im Namen der Bundesregierung den beteiligten Helfern. „Wenn die Not am größten ist, dann steht Bayern zusammen“, so der Wahlkreisvertreter für Altötting und Mühldorf. Die Bundesorganisationen haben alles unternommen, damit die örtlichen Einsatzlagen gemeistert werden konnten. 

So waren beispielsweise alle 111 Ortsverbände des Technischen Hilfswerks in Bayern in den Einsatz eingebunden, rund 2.500 Soldaten aller Streitkräfte wurden zur Unterstützung entsendet und die Bundespolizei war mit etwa 230 Einsatzbeamten eingesetzt. Da man nicht davon ausgehen kann, dass dies der letzte große Einsatz in Bayern bleiben wird, versprach er den Ehrengästen, dass man weiter alles tun werde, um die Rahmenbedingungen für die Helfer kontinuierlich zu verbessern

"Feiern wenn die Zeit zum Feiern ist"

Für die Ehrengäste der Feuerwehren aus dem Landkreis Traunstein war dies ein besonderer Abend in den Sälen der Münchner Residenz. 

Die Bewältigung der mehr als 2.000 unterschiedlichen Einsatzstellen war nur durch das vertrauensvolle Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen möglich und so war dies ein würdiger Rahmen, um sich nochmals über die Geschehnisse der ersten Januartage in entspannter Atmosphäre auszutauschen. 

Darüber waren sich sämtliche Vertreter der bayerischen Feuerwehren und die Kameraden aus dem benachbarten Österreich, die Ehrengäste des Technischen Hilfswerkes, des Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter Unfallhilfe, der Wasser- und Bergrettungseinheiten, der Straßenbaulastträger, der Landes- und Bundespolizei, der Bundeswehr, der Lawinenkommission sowie die politischen Vertreter einig. 

„Arbeiten wenn die Zeit zum Arbeiten ist und Feiern wenn die Zeit zum Feiern ist“, so fasste es einer der Ehrengäste sehr trefflich zusammen.

Hubert Hobmaier

Quelle: chiemgau24.de

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