Pressemeldung Kreisfeuerwehr Traunstein

Schneeunwetter hat die Feuerwehren fest im Griff

Landkreis Traunstein - Neuschnee von bis zu 50 Zentimeter und dessen Folgen bescherte den Feuerwehren auch am Donnerstag viel Arbeit. Der Katastrophenalarm für den Landkreis Traunstein wurde ausgerufen:

Der Winter mit Neuschnee von bis zu 50 Zentimetern, der in der Nacht zum Donnerstag, 10. Januar, gefallen ist, hält die Feuerwehren im Landkreis Traunstein erneut auf Trab. 

Rund 80 Einsätze waren im Laufe des Tages zu bewältigen, damit allerdings deutlich weniger als am vergangenen Wochenende, am dem rund 500 Notrufe und Alarmierungen abzuarbeiten waren. Viele Wehren hielten sich mit ihren Mannschaften jedoch auf Bereitschaft in den Gerätehäusern auf, um im Notfall schnell handeln zu können. 

Katastrophenalarm im Landkreis

Auch kam am Donnerstagvormittag die Führungsgruppe Katastrophenschutz mit Vertretern der Katastrophenschutzbehörde , der Polizei, der Rettungsdienste und Hilfsorganisationen im Landratsamt zusammen und beriet die Situation und traf weitere Vorbereitungen. 

Unter anderem wurden im Landkreis Traunstein die Schnell-Einsatz-Gruppen von Bayerischen Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst in Einsatzbereitschaft versetzt. Am Nachmittag um 15.30 Uhr wurde schließlich Katastrophenalarm für den Landkreis Traunstein ausgelöst und Kreisbrandrat Christof Grundner zum Einsatzleiter berufen. 

Unfälle, Schnee auf Dächern und umgestürzte Bäume

Am frühen Donnerstagmorgen wurden die ersten Wehren alarmiert um umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten zu zerschneiden und wegzuräumen. Die Last des Neuschnees knickte selbst mächtige Bäume oder riss Äste ab. Auch Bahnstrecken waren von umgeworfenen Bäumen zeitweise blockiert. Im Laufe des Tages kam der Öffentliche Personennahverkehr mehr und mehr zum Erliegen und der Bahnverkehr, zum Beispiel zwischen Traunstein und Ruhpolding, wurde eingestellt. 

Gerufen wurden die Floriansjünger auch zu einer Reihe von Verkehrsunfällen, die meist glimpflich und ohne Verletzte verliefen, die Feuerwehren wurden aber zur Verkehrslenkung und zur Unterstützung der Bergungsarbeiten gebraucht. Hilfe leisteten die Feuerwehren auch vielerorts, wo Fahrzeuge im Schnee stecken blieben. Um die Straßen schnellstmöglich wieder frei zu bekommen, leisteten die Wehren Abschlepp- oder Anschubhilfe.

Auch wurden einige Feuerwehren alarmiert um Schnee von Dächern zu räumen, dort wo die Schneelast zu einer akuten Gefahr wurde. In Kirchanschöring wurde das Dach eines Einkaufsmarktes abgeräumt und in Kienberg half die Feuerwehr das Dach der Turnhalle vom schweren Schnee zu befreien. Grundsätzlich ist das Abräumen von Dächern jedoch nicht Aufgabe der Feuerwehren, wie Kreisbrandrat Christof Grundner betonte. Hausbesitzer müssen sich dazu an gewerbliche Unternehmen wenden und diese mit dem Freiräumen von Dächern beauftragen

Feuerwehr für öffentliche Infrastruktur zuständig

Schwerpunkt der Feuerwehr bei Unwetterlagen wie zur Zeit ist es die öffentliche Infrastruktur sicherzustellen, zum Beispiel dafür zu sorgen, dass Verkehrswege freigehalten werden, um dem Rettungsdienst bei medizinischen Notfälle befahrbare Straßen zu sichern. 

Nur bei akuter Gefahr für Mensch und Tier, zum Beispiel bei öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kindergärten, helfen die Feuerwehren auch beim Abräumen der Schneelast. Am Donnerstagmittag wurde der Betrieb der Werkstatt für Behinderte in Traunstein-Haslach eingestellt und das Gebäude geräumt, weil sich große Schneemengen auf dem Flachdach angehäuft haben und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass das Dach dem Gewicht stand hält. Die Malteser rückten mit mehreren Fahrzeugen an und brachten die Mitarbeiter der Werkstatt nach Hause

Brandalarm in der Lindenhofstraße

Bei all den zahlreichen Einsätzen durch Schnee und Eis gab es kurz vor 14 Uhr Brandalarm für die Feuerwehren Bergen, Siegsdorf, Grassau, Holzhausen und Vachendorf

In einem Wohnhaus in der Lindenhofstraße kam es zu einem Zimmerbrand. Die Erstmeldung der Integrierten Leitstelle Traunstein lautete „Personen in Gefahr.“ Nach wenigen Minuten war die Bergener Wehr vor Ort und konnte schon fünf Minuten nach dem Alarm Entwarnung geben. Das Feuer war bereits erloschen und alle Personen unversehrt außerhalb des Gebäudes. Die Feuerwehr sorgte durch für Belüftung der betroffenen Wohnung. 

Über die Brandursache und die Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt. Im Zusammenhang mit dem Brand in Bergen bat der Kreisbrandrat auch darum Hydranten und Hydrantenschilder, die den Standort beschreiben, von Schnee zu befreien, damit die Floriansjünger bei einem Brand nicht lange nach Hydranten oder Wasserentnahmestelle suchen müssen. 

Pressemeldung der Kreisfeuerwehr Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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