Presseinformation BRK Kreisverband Traunstein

"Meinen Vater hole ich schon noch ein"

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Mit den Blutspenden von Willy und Mathias Schramm kann schwerkranken Patienten und Unfallopfern in Kliniken und Krankenhäusern wirksam geholfen werden.

Landkreis Traunstein - Aufgrund der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft und der damit verbundenen Zunahme an behandlungsbedürftigen Patienten in den Kliniken wird Blutspenden immer wichtiger.

Doch wie gewinnt man junge Menschen für das Blutspenden? Manchmal einfach dadurch, dass Eltern ihre Kinder zu einem Blutspendetermin mitnehmen und diese dort positive Erfahrungen machen. Willy Schramm aus Kienberg spendet selbst bereits seit seiner Schulzeit immer wieder Blut beim Roten Kreuz. Dieses Mal ist der 52-Jährige jedoch nicht alleine zum Blutspendetermin nach Trostberg gekommen, sondern hat auch seinen 22-jährigen Sohn Mathias mitgebracht. Für den Jura-Studenten ist es die erste Blutspende. "Mit der Blutentnahme ist mein Körper wirklich gut fertiggeworden und lange gedauert es auch nicht. Jedenfalls tut die Entnahme weder weh noch musste ich lange darauf warten", berichtet Mathias bei der stärkenden Brotzeit nach der rund fünf Minuten dauernden Blutentnahme. 

Die erste Blutspende soll darum auch nicht die letzte bleiben und der junge Mann möchte schon bald wiederkommen. "Jetzt habe ich ja ein Ziel vor Augen. Meinen Vater hole ich schon noch ein", sagt Mathias schmunzelnd in Hinblick auf die Ehrennadel, die sein Vater für dessen 25. Blutspende erhalten hat. Bei diesem Vorhaben darf Mathias laut dem Transfusionsgesetz innerhalb von zwölf Monaten bis zu sechs Mal Blut spenden. Bei Frauen sind im selben Zeitraum maximal vier Spenden möglich. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens 56 Tagen liegen. Das bei der Blutspende abgenommenen Blutvolumen von etwa 500 ml ist schnell wieder ausgeglichen. Die Nachbildung der weißen Blutkörperchen (= Leukozyten), welche für die Abwehr von Krankheitskeimen zuständig sind, geschieht innerhalb weniger Tage. Das Blutplasma wird ebenfalls kurzfristig nachgebildet. Auch die Thrombozyten (= Blutplättchen) brauchen nur wenige Tage.

Mit den Blutspenden von Willy und Mathias Schramm kann schwerkranken Patienten und Unfallopfern in Kliniken und Krankenhäusern wirksam geholfen werden. Denn viele Therapien, Operationen und Organtransplantationen sind ohne Blutkonserven und daraus gewonnenen Blutpräparaten nicht möglich. Alleine in Bayern werden jeden Tag rund 2000 Blutkonserven benötigt. Darum organisiert der Rotkreuz-Kreisverband Traunstein jedes Jahr rund 80 Blutspendetermine in der Region. Wer wie Mathias zum ersten Mal Blut spenden möchte, kann einfach zu einem Blutspendetermin des Roten Kreuzes in seiner Nähe kommen und muss lediglich seinen Lichtbildausweis mitbringen. Alle Termine in der Region sind unter www.blutspendedienst.com abrufbar.

Presseinformation BRK Kreisverband Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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