Leichter Anstieg der Einsatzzahlen

Viel Arbeit für die Rotkreuz-Rettungskräfte

Landkreis Traunstein - Beim Rettungsdienst des Rotkreuz-Kreisverbandes setzte sich auch 2017 die Entwicklung hin zu steigenden Einsatzzahlen fort. Im Vergleich zu den Vorjahren fiel der Anstieg jedoch moderat aus.

Insgesamt 29.412 Einsätze bedeuten durchschnittlich mehr als 80 Einsätze pro Tag und eine Steigerung um gut ein Prozent gegenüber 2016. Der stärkste Zuwachs war bei den Krankentransporten zu verzeichnen. Ihre Zahl (16.207) nahm um 3,5 Prozent zu. Die Zahl der Notfalleinsätze (2807) blieb nahezu exakt auf dem Vorjahresniveau. Ein leichter Rückgang zeigte sich bei den Notarzteinsätzen (4.271; 2016: 4427) und den nicht verrechnungsfähigen Einsätzen (6.127; 2016: 6180). Zu letzteren zählen etwa Einsätze wie Gebietsabsicherungen oder Dienstfahren. Der mit Abstand häufigste Einsatzgrund sowohl für Notfall- als auch Notarzteinsätze waren internistische Notfälle. Dahinter folgen Unfälle in verschiedenen Bereichen wie Verkehr, Schule oder Arbeit.

Auch mehr Einsatzkilometer

Ebenfalls leicht angestiegen ist die Zahl der zurückgelegten Einsatzkilometer. Insgesamt waren die Rotkreuz-Rettungskräfte 960.587 Kilometer unterwegs und damit 6020 Kilometer bzw. 0,6 Prozent mehr als 2016. Pro Einsatz war im Schnitt eine Fahrtstrecke von knapp 33 Kilometer nötig.

Zwei Einsätze im Jahr 2017 sind Rettungsdienstleiter Jakob Goëss besonders in Erinnerung geblieben: der Großeinsatz nach dem witterungsbedingten Abbruch des Chiemsee-Summer-Festivals und der Einsatz nach dem Doppelmord in Traunreut. "Beim 'Chiemsee Summer' wurden 70 Personen vom Roten Kreuz medizinisch versorgt. Aufgrund der großen Besuchermenge waren neben dem Rettungsdienst auch die Bereitschaften sowie der Katastrophenschutz und der Betreuungsdienst im Einsatz. Unter anderem musste ein ganzer Zug evakuiert werden", berichtet Goëss. In Traunreut waren die Rotkreuz-Rettungskräfte als eine der ersten vor Ort. Bei zwei Personen konnte nur noch der Tod festgestellt werden, zwei Schwerverletzte wurden vom Rotkreuz-Rettungsdienst versorgt. "Das war auch für die Helfer eine absolut belastende Ausnahmesituation, auf die man sich nur schwer vorbereiten kann", so Goëss.

Presseinformation BRK Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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