EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein

Grenzüberschreitende Fortbildung in der öffentlichen Verwaltung

Landkreis - Die EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein führte erstmals gemeinsam mit der Salzburger Verwaltungsakademie sowie der University of Salzburg, Business School Salzburg und der Bayerischen Akademie für Verwaltungsmanagement eine grenzüberschreitende Fortbildungsveranstaltung durch.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit lebt von der persönlichen Begegnung und gemeinsamen Erfahrungen - und dies gerade auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung! Aus diesem Grund freute sich EuRegio-Präsident Konrad Schupfner, Bürgermeister der Stadt Tittmoning (Landkreis Traunstein) ganz besonders, eine Vielzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung zu einem ersten Fortbildungsseminar in der Edmundsburg in Salzburg begrüßen zu können. Zielsetzung war es insbesondere, neben der grenzübergreifenden Begegnung und dem Erfahrungsaustausch auch über Verwaltungsstrukturen und -abläufe auf beiden Seiten, die Zusammenarbeit auf Ebene der EuRegio sowie ein aktuelles Leitthema mit regionalem Bezug zu informieren, zu diskutieren und - wo möglich und sinnvoll- nach Lösungsansätzen zu suchen. Zukünftig soll diese Veranstaltung grundsätzlich einmal pro Jahr als sogenannte "EuRegio-Festungsreihe" fortgeführt werden.

Mit hochkarätigen Vortragenden konnten in einem ersten Block wertvolle Informationen für beide Seiten des Grenzraumes interessant vermittelt und ausgiebig diskutiert werden. Dr. Jürgen Busse, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Bayerischen Gemeindetages a.D., und Dr. Walter Leiss, Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes, beleuchteten die Verwaltungsstrukturen und Stellung der Kommunen in Bayern und Österreich. Anschließend ging EuRegioPräsident Schupfner auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rahmen der EuRegio ein und vermittelte auch einen Überblick über die Vielzahl an gemeinsamen Projekten und deren Förderung über die Europäische Union im Rahmen des INTERREG-Programms.

Das aktuelle und auch in den Medien derzeit sehr präsente Schwerpunktthema "Reichsbürger" wurde durch tiefgehende und zum Teil auch sensible Informationen von Seiten der Landespolizeidirektion Salzburg, Oberstleutnant Karl-Heinz Wochermayr, und des bayerischen Landesamts für Verfassungsschutzes, Vizepräsident Manfred Hauser, professionell aufbereitet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten dann in einem gemeinsamen interaktiven Workshop ganz gezielt Herausforderungen in ihrer Gemeinde/Einrichtung, Lösungsansätze und –vorschläge sowie eigene Bedenken erarbeiten. Diese fasste abschließend Lofers Bürgermeister Norbert Meindl, Vizepräsident der EuRegio, zusammen. So gibt es im Kontakt mit Reichsbürgern immer wieder Unsicherheit und Situationen, die auch die Grenzen des "eigenen" Systems aufzeigen. Einer guten Kommunikation, auch im Sinne der Prävention, mit den Sicherheitsorganisationen kommt dabei eine ebenso große Bedeutung zu wie der Einhaltung bestehender Verfahrenswege und dem Erfahrungsaustausch zwischen den Behörden. Gleichwohl gilt es immer auch die Privatsphäre der Reichsbürger zu respektieren.

Ein gemeinsames Abendessen auf Einladung der EuRegio-Geschäftsstelle trug wesentlich dazu bei, sich (noch) besser kennen zu lernen und zu vernetzen. Dabei wurde sehr dafür plädiert, die "EuRegio-Festungsreihe" grundsätzlich einmal jährlich weiter zu führen.

Pressemitteilung EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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