2.000 Asylbewerber im Landkreis Traunstein

Landrat: "Wir können nicht erfüllen, was andere nicht tun!"

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Landkreis - Im Landkreis Traunstein leben derzeit knapp 2.000 Asylbewerber. Dabei sind die über 500 anerkannten oder geduldeten Flüchtlinge nicht eingerechnet.

Zudem wohnen in den Unterkünften des Landkreises insgesamt 320 sogenannte "Fehlbeleger", also bereits anerkannte Flüchtlinge, die eigentlich umziehen und sich eine eigene Bleibe suchen müssten. Diese Zahlen präsentierte Landrat Walch jetzt im Kreisausschuss, wie die Chiemgau Zeitung am Donnerstag berichtet.

Zudem bewilligte das Gremium dem Diakonischen Werk einen Sachkostenzuschuss in Höhe von 40.000 Euro für Asylsozialarbeit. Eigentlich hatte die Organisation 70.000 Euro beantragt. Grünen-Kreisrat Hohlweger forderte angesichts der steigenden Anzahl an Gewalttaten in den Unterkünften, jetzt die 40.000 Euro zu bewilligen und später über einen "Nachschlag" zu reden. Das lehnte Walch laut Chiemgau Zeitung mit deutlichen Worten ab: "Wir geben freiwillig 40.000 Euro, stellen Unterkünfte, vermitteln Wohnungen und belassen Fehlbeleger in den Heimen. Wir unternehmen wesentlich mehr, als in unserer Zuständigkeit liegt. Wir können nicht erfüllen, was andere nicht tun, können nicht in die Zuständigkeit anderer eingreifen."

SPD-Kreisrätin Wiesholler-Niederlöhner hingegen möchte laut der Zeitung, dass mehr für anerkannte Asylbewerber getan wird: "Sie brauchen dringend Hilfe, um sich im Dschungel unseres Sozialsystems zurechtzufinden." Zudem wurde im Rat die Kostenverschiebung "von oben nach unten" stark kritisiert. Dazu Walch: "Wenn wir in einem anderen Bundesland wären, müsste der Landkreis noch viel mehr bezahlen."

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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