Nun auch Wertstoffhöfe in Eigenregie und privater Leitung

Gegen Kreuzkräuter: Ausweitung des Entsorgungsverfahrens

Landkreis Traunstein - Das Kreuzkräuter giftig sind, ist schon länger bekannt. Weniger neu ist das einheitliche Entsorgungsverfahren dafür. Nun sollen auch die verbliebenen Wertstoffhöfe das System übernehmen.

Jakobskreuzkraut und Wasserkreuzkraut können über die meisten Wertstoffhöfe im Landkreis Traunstein sicher entsorgt werden- Darauf weist das Landratsamt Traunstein hin. Erst vor kurzem hatte der bei diesem Thema besonders engagierte Überseer Landwirt Hans Maier in einem persönlichen Gespräch mit Landrat Siegfried Walch auf das Problem aufmerksam gemacht. Mit einem Schreiben an alle Gemeinden hat das Sachgebiet Abfallwirtschaft des Landratsamts umgehend reagiert und ein einheitliches Entsorgungsverfahren vorgeschlagen. 

In den meisten Wertstoffhöfen des Landkreises Traunstein ist die fachgerechte Entsorgung der Kreuzkräuter bereits gängige Praxis. Die Pflanzen können in zugebundenen Säcken verpackt zum Grüngut gegeben werden. Ein beauftragtes Unternehmen nimmt die Säcke separat mit und entsorgt den Inhalt bei ausreichender Temperatur in ihrer Kompostieranlage. 

Ausweitung des Konzepts folgt

Die Gemeinden Fridolfing, Tacherting und Kirchanschöring, die ihre Wertstoffhöfe in Eigenregie betreiben und bislang noch nicht an diesen Entsorgungsweg angeschlossen sind, wurden vom Landratsamt gebeten, nach dem gleichen Muster zu verfahren. Die gleiche Bitte wurde an die privaten Betreiber der Wertstoffhöfe in Chieming, Inzell, Ruhpolding und Tittmoning gerichtet. 

Auch bei der ZAS-Müllumladestation in Weiderting können Kreuzkräuter gut verpackt angeliefert werden. In diesem Fall wird um eine kurze telefonische Anmeldung beim Landratsamt unter Tel. 0861/58-287 gebeten. 

Eindämmung der Verbreitung

Jakobskreuzkraut und Wasserkreuzkraut sind giftig und stellen vor allem für das Vieh eine Gefahr dar. Eine weitere Verbreitung muss deshalb unbedingt verhindert werden. Kreuzkräuter können in Kompostieranlagen ressourcenschonend entsorgt oder in Verbrennungsanlagen unschädlich gemacht werden. Ebenfalls ist eine Verwertung in geeigneten Biogasanlagen möglich. 

Kreuzkräuter sollten vor allem im Frühjahr rechtzeitig entfernt werden, damit ihre Ausbreitung wirksam eingedämmt wird. Beim Wasserkreuzkraut reicht jedoch Mähen nicht aus, sondern es muss ausgegraben werden.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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