Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein mit Aufruf

Heimisches Wildfleisch - eine Delikatesse, die Wald und Jägern hilft

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Damit die heimischen Jäger bei Aufgang der Rehjagdzeit Anfang Mai nicht auf nicht auf dem schmackhaften Wildfleisch sitzen bleiben, sollte vermehr auch in den Sommermonaten Wild verzehrt werden. Das nützt, so das Landwirtschaftsamt Traunstein, Wald und Jägern gleichermaßen.

Traunstein - Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF) ruft dazu auf, auch in den Sommermonaten verstärkt Wildbret zu verzehren. Denn dieses Naturprodukt ist nicht nur fettarm und nährstoffreich und damit auch auf dem Grill eine Delikatesse. Infolge der coronabedingten Schließung der Gastronomie ist auch der Absatz dieses hervorragenden Lebensmittels gefährdet, wenn am 01.Mai die Jagd auf Rehwild beginnt. Mit dem Verzehr von heimischem Wild kann man daher gerade in diesem Jahr dem Wald und den Jägern helfen.

Die Meldung im Wortlaut:


Es wäre fatal, so Amtschef Alfons Leitenbacher vom AELF Traunstein, wenn sich Jäger beim notwendigen Abschuss von Rehen zurückhalten würden, weil sie befürchten müssen, dass sie auf dem wertvollen Fleisch sitzen bleiben. Damit würde das Aufwachsen klimatoleranter Mischwälder gefährdet, weil zu viele Rehe natürlich dann vermehrt die Triebe der jungen Bäume abbeißen würden. 

Leitenbacher befürchtet gemeinsam mit den Vertretern des Bayerischen Jagdverbandes im Berchtesgadener Land und Traunstein, Hans Berger und Josef Freutsmiedl, sowie Stefan Zauner vom Ökologischen Jagverein, dass die guten Fortschritte der letzten Jahre mit rund 70 Prozent Reviere mit „tragbarem“ Verbiss zunichte gemacht werden könnten. 


„Wer in den nächsten Wochen heimisches Wildfleisch vom Jäger kauft, kann also Genuss und Naturschutz in idealer Weise verbinden“, so Leitenbacher. „Mehr regional und bio geht nicht!“ Wo es Wildbret zu kaufen gibt, kann bei den Jägervereinigungen erfragt werden.

Gleichzeitig appellierte Leitenbacher auch an die Landwirte, bei der bevorstehenden ersten Mahd der Wiesen Vorkehrungen gegen den Mähtod von Rehkitzen und anderen Kleintieren zu treffen. 

Vom Aufstellen von Scheuchen über das Absuchen durch den zuständigen Jäger bis zum Einsatz von „Wildrettern“ an Mähgeräten oder Drohnen mit Wärmebildkameras gibt es vielfältige Möglichkeiten. Außerdem ist ab heuer die neu im Naturschutzgesetz verankerte Vorgaben zu beachten, Wiesen ab einer Größe von einem Hektar nur noch von innen nach außen zu mähen. 

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat zu dem Thema im letzten Jahr einen „Mähknigge“ herausgegeben, der weitere gute Hinweise gibt.

Pressemeldung AELF Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

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