Urteil in der "Spitzelaffäre" gefallen!

Traunstein - Im Zivilprozess am Landgericht Traunstein um die sogenannte "Spitzelaffäre" in der Schlossbrauerei Stein ist heute ein Urteil gefallen. Wie der Richter entschied:

Nach dem Urteilsspruch von Richter Peter Polzer ist die außerordentliche Kündigung von Helmut M. im Frühjahr 2010 als Geschäftsführer der Brauerei aus mehreren Gründen als unwirksam zu erachten. Trotzdem wurden dem ehemaligen Geschäfstführer Helmut M. über 80.000 Euro an Entschädigungen zugesprochen, was weit unter seinen für entgangenes Gehalt und Tantiemen geforderten 400.000 Euro liegt.

Für wirksam hielt der Richter aber die später von der Brauerei ausgesprochene Kündigung. Damit hat auch die Schlossbrauerei Anspruch auf Geld von ihrem ehemaligen Geschäftsführer. Wegen der entstandenen Kosten durch die Kündigung bekommt das Unternehmen über 50.000 Euro.

Was die angeführte Bespitzelung des ehemaligen Geschäftsführers betraf, sei durch die Weiterleitung der Mails hauptsächlich die Brauerei geschädigt worden, hieß es als Begründung. Nur das Lesen persönlicher Daten des Geschäftsführers sei eine Pflichtverletzung. 

Der 52-jährige hatte im April 2010 gekündigt. Er behauptet, auf Initiative des damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden von der Brauerei ausspioniert worden zu sein.

rr/ Bayernwelle SüdOst

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser