Beleidigte Juristin einen jungen Polizisten?

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Traunstein - Eine 61-jährige Rechtsanwältin aus dem südlichen Landkreis Traunstein saß am Montag auf der Anklagebank des Landgerichts - wegen zweifacher Beleidigung eines Rosenheimer Polizisten (26).

Die 61-jährige soll am 22. August 2012 bei der Rosenheimer Polizei angerufen haben, um Auskünfte über einen Verkehrsunfall, einem sogenannten Kleinstunfall, zu erhalten. Einige Tage zuvor habe sie bereits eine Anfrage per Fax geschickt. Nachdem ihr der Beamte, der zum ersten oder zweiten Mal den "Telefondienst" in der Inspektion übernahm, am Telefon keine persönlichen Daten Beteiligter nennen wollte, soll die Juristin ihn mit den Worten "der ist zu blöd, der kapiert das einfach nicht" beziehungsweise "der ist zu blöd, der ist echt zu blöd" beleidigt haben.

Während die Juristin, die von Beleidigungen nichts wisse, eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den jungen Polizisten einreichte, zeigte der 26-Jährige die Juristin wegen Beleidigung an.

Das Amtsgericht Rosenheim sah die Äußerungen der 61-Jährigen bereits als Beleidigungen an und verhängte am 13. Mai eine Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 200 Euro, somit gesamt 9000 Euro. Die Angeklagte legte Berufung zum Landgericht Traunstein ein. Die Dritte Strafkammer mit Vorsitzender Richterin Heike Will hörte am Montag erste Zeugen. Der Prozess wird am 24. Oktober um 13 Uhr fortgesetzt.

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © pa

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