Klinikum weiter in schwarzen Zahlen

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Das Klinikum Traunstein hat auch im vergangenen Jahr ein Plus erwirtschaftet.

Traunstein – Das Klinikum in Traunstein hat erneut ein Plus erwirtschaftet: Nach 133.000 Euro im Jahr 2007 ist der Überschuss im vergangenen Jahr auf 538.000 Euro gestiegen.

Diese Zahlen enthält der Jahresabschluss der Kreiskliniken Traunstein-Trostberg GmbH, den der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung in Traunstein einstimmig festgestellt hat.

Zwei Kliniken betreibt die landkreiseigene GmbH: eine in Traunstein und eine in Trostberg. Und die beiden Häuser machen zwei verschiedene Rechnungen auf. Während die Klinik in Traunstein schwarze Zahlen schreibt, steckt Trostberg noch in den roten. Im vergangenen Jahr belief sich das Defizit auf 510.000 Euro – und war damit um 125.000 Euro höher als 2007.

Trotz der Verluste in Trostberg ergibt sich in der Gesamtschau zum zweiten Mal in Folge kein Fehlbetrag im Jahresabschluss der Kreiskliniken Traunstein-Trostberg GmbH. 2007 hatte sie bereits ein kleines Plus in Höhe von 20.000 Euro erwirtschaftet, 2008 dann 28.000 Euro.

Die Krankenhäuser sind Wirtschaftsbetriebe. Sie beschäftigen überaus viele Mitarbeiter – und ihre Geschäftstätigkeit ist enorm: Die Bilanzsumme der Kreisklinken Traunstein-Trostberg GmbH betrug im vergangenen Jahr 138 Millionen Euro. „Ich meine, wenn wir uns die Entwicklung der vergangenen Jahre ansehen, so können wir stolz auf das sein, was wir erreicht haben“, betonte Landrat Hermann Steinmaßl. Maßnahmen, die teilweise bereits im Jahr 2003 in die Wege geleitet worden seien, hätten sich positiver ausgewirkt als erwartet. Steinmaßl – er ist Vorsitzender des Aufsichtsrates – sprach von einem „außerordentlich erfreulichen Ergebnis“.

Auch 2008 sei wieder eine „schwarze Null“ erreicht worden, so der Landrat weiter. „Dieses positive Ergebnis ist jedoch nur möglich, weil Aufsichtsrat, Geschäftsführung und vor allem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Kliniken an einem Strang ziehen und damit zur langfristigen Sicherung unserer Kliniken beitragen. Allen Beteiligten gebührt an dieser Stelle mein ganz besonderer Dank für diese enorme Leistung“, unterstrich der Landrat.

Ohne den Erfolg dieser Entwicklung schmälern zu wollen, müsse er jedoch auch zu bedenken geben, dass es weiterhin in der neuen Unternehmung, „die wir ja mit den Kliniken des Berchtesgadener Landes gründen werden“, großer Anstrengungen bedürfe, „unsere Häuser weiterhin auf dieser Erfolgsspur zu halten“. Steinmaßl: „Wir kennen die Diskussionen in der Bundespolitik – und ich fürchte, die derzeit vorhandenen finanziellen Rahmenbedingungen für die Kliniken in ganz Deutschland werden auch uns noch ganz gehörig zum Schwitzen bringen. Ich glaube, die entsprechenden Auswirkungen werden wir spätestens ab dem Jahr 2010 wieder zu spüren bekommen.“

Betreten der Eisfläche verboten

Nach wie vor grundsätzlich verboten ist im Winter das Betreten und Befahren der Eisdecke des Chiemsees. Das Landratsamt kann jedoch weiter Ausnahmen zulassen, wenn das Eis dick genug ist und eine Nutzung im öffentlichen Interesse liegt. Nachdem die alte Verordnung nach 20 Jahren abgelaufen war, musste sie der Kreistag jetzt erneuern. Bis auf wenige Änderungen bestätigte das Gremium die bislang geltenden Bestimmungen.

Wenn der Fährbetrieb zu den Inseln eingestellt werden muss, kann die Gemeinde Chiemsee – sie umfasst die Inseln – nach wie vor Notwege auf dem Bayerischen Meer anlegen. Im Unterschied zu den bislang gültigen Bestimmungen ist die Schlösser- und Seenverwaltung mit dem Sitz auf der Herreninsel künftig nicht mehr an dieser Ausweisung beteiligt. Die Notwege dürfen erst nach Anhörung der so genannten Eiskommission ausgesteckt werden.

Dieses Gremium ist künftig ein bisschen größer: Hinzu kommt nun auch ein Vertreter der Polizeiinspektion Prien. Die neue Verordnung gilt jetzt wieder 20 Jahre – also bis 2029.

Quelle: chiemgau24.de

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